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Retention (Wasserwirtschaft)

Retention (lat. retentio = Zurückhalten) ist unter anderem ein Begriff aus der Wasserwirtschaft: Zu unterscheiden ist zwischen gesteuertem Hochwasserrückhalt in Stauräumen, bei dem der Abfluss durch Steuerorgane geregelt wird, und der ungesteuerten Seeretention, bei der keine Steuerorgane wirksam sind und der Abfluss nur vom Wasserstand im Speicher (See) abhängt. Beides bewirkt eine Dämpfung von Hochwasserwellen.

Unter Retention versteht man die ausgleichende Wirkung von Stauräumen auf den Abfluss in Fließgewässern.

Die Retention funktioniert bei überlaufenden Talsperren wie auch bei natürlichen Seen wie folgt: Zu Beginn des Hochwassers hat der See/Stauraum einen bestimmten niedrigen Stand. Kommt es nun zu einer Erhöhung des Zulaufes, so steigt der Wasserspiegel im See an und erst dann kann eine erhöhte Wassermenge über den Überlauf/Ablauf ablaufen. Die Menge des in dem erhöhten Wasserspiegel gespeichertem Wassers bildet den unbeherrschbaren Hochwasserschutzraum. Nach dem Hochwasser sinkt der Wasserspiegel wieder; während dieses Zeitraumes gibt der See mehr Wasser ab, als ihm zugelaufen ist.

Neben einer deutlichen Dämpfung der Hochwasserwelle sorgt die Retention auch für eine Verzögerung der Abflusspitze. Aufgrund der Retention können Talsperren auch bei in Betrieb befindlichen Überlauf die Hochwasser noch stark dämpfen.

Grundsätzlich gilt für die Seenretention:

Siehe auch: