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Gustave de Molinari

Gustave de Molinari (3. März 1819 in Lüttich; † 28. Januar 1912 in De Panne) war ein belgischer Ökonom. Er war ein Anhänger des Freihandels und gilt als Vorläufer des Anarchokapitalismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Gustave de Molinari studierte Medizin in Brüssel und wurde dort homöopathischer Arzt. Im Jahr 1841 zog er nach Paris um, wo er sich hauptsächlich mit volkswirtschaftlichen Fragen auseinandersetzte und bei radikalen Zeitschriften mitarbeitete.

Als er in den 1840ern in Paris lebte, bestärkte Frédéric Bastiat ihn, sich in der Ligue pour la Liberté des Échanges (deutsch: Freihandelsbund) zu engagieren. Auf seinem Totenbett im Jahr 1850 bezeichnete Frédéric Bastiat ihn als Weiterführer seiner Arbeiten.

Nach der Februarrevolution veröffentliche Molinar im Jahr 1849 zwei Arbeiten: den Aufsatz Über die Produktion von Sicherheit, in dem er über die Privatisierbarkeit polizeilicher Dienstleistungen spekulierte[1] und das Buch Les Soirées de la Rue Saint-Lazare, in dem er beschrieb, wie der Freie Markt in Gerechtigkeit und Sicherheit den Staat gewinnbringend erneuern könnte.

Er verteidigte sein ganzes Leben lang Frieden, Freihandel, Meinungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit und setzte sich gegen Sklaverei, Kolonialismus, Merkantilismus, Protektionismus, Imperialismus, Nationalismus, Korporatismus, ökologischen Interventionismus, staatliche Kontrolle der Geisteswissenschaften und Bildung sowie allgemein gegen alles, was er als eine Einschränkung der Freiheit ansah, ein.

Bibliografie

Einzelnachweise

  1. Vergl. Gustave de Molinari, The Production of Security (New York: Center for Libertarian Studies, 1977).
Personendaten
Molinari, Gustave de
belgischer Ökonom und Begründer des Anarchokapitalismus
3. März 1819
Lüttich
28. Januar 1912
De Panne