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Geschichte Guatemalas

Die wechselhafte Geschichte Guatemalas erstreckt sich von 300 n. Chr., dem Beginn der Maya-Kultur, bis in die heutige Zeit.

Inhaltsverzeichnis

Maya

Von 300 bis 900 n. Chr herrschten die Maya über die Region des heutigen Guatemala und viele umliegende Regionen. Die bekannteste Stätte der Maya war Tikal im Petén-Gebiet im Norden des Hochlands. Etwa 3.000 Gebäude, darunter auch Tempelpyramiden, breiteten sich über eine etwa 15 km² große Fläche aus. Rund 40 Kilometer von Tikal entfernt befindet sich eine weitere Mayastätte Cival, mit einer 27 Meter hohen Stufenpyramide. Die Maya verließen das Gebiet jedoch etwa im 10. Jh. aufgrund von Klimaveränderungen, Dürren und ökologischen Zerstörungen. In der Folge wurden im Bergland im Süden des heutigen Guatemala kleinere Reiche gegründet. Zu erwähnen sind vor allem das Reich der Quiché mit den Städten Utatlán, Mixco Viejo und Zapotitlan, das Reich Tzutuhi um Atitlán sowie das Reich von Cakchiquel östlich davon.

Kolonisation

1511 landeten die Spanier in Südamerika und eroberten 1524 unter Pedro de Alvarado von Mexiko aus die genannten Reiche im Hochland, während der Eroberer Mexikos, Hernán Cortés, den Weg weiter nördlich nahm und vom Golf von Mexiko über das Gebiet um den Petén-See zum Golf von Honduras nahm. Die schwer zugängliche Westküste des Golfes von Honduras wurde schließlich 1527 von Montejo und 1531 von Davila erkundet. Das Land wurde Teil des 1535 gegründeten Vizekönigreiches Neuspanien, wobei sich die 1524 erbaute Stadt Ciudad Vieja zu einem regionalen Verwaltungszentrums des Generalkapitanats Guatemala entwickelte. Die Stadt wurde 1542 durch Überschwemmungen und ein Erdbeben zerstört, so dass der Sitz der Regionalregierung 1543 nach Santiago de los Caballeros (das heutige Antigua) verlegt werden musste. Da auch diese Stadt 1773 zerstört wurde, musste erneut ein neuer Verwaltungssitz gefunden werden; seit 1776 befand sich aber die regionale Verwaltung im heutigen Guatemala-Stadt. Die Spanier konnten nicht verhindern, dass sich 1639 die Briten in Britisch-Honduras (später: Belize) festsetzen, woraus sich ein Streit entwickelte, der zwischen beiden Gebieten bis heute andauert.

Unabhängigkeit

Am 15. September 1821 erklärte sich Guatemala von Spanien unabhängig und schloss sich zunächst auf Betreiben Gabino Gaínzas dem gerade unabhängig gewordenen Kaiserreich Mexiko an. Nach der Trennung von Mexiko 1823 trat es der Zentralamerikanischen Konföderation bei. Diese Konföderation, die vom Liberalen Francisco Morazán geführt wurde, stieß jedoch auf den Widerstand konservativer Sezessionsbestrebungen in Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua und Costa Rica, und zerbrach im Verlauf des Krieges 1838-1840. So erreichte Guatemala, das sich 1839 zur Republik erklärt hatte, die Eigenstaatlichkeit. De facto wurde der junge Rafael Carrera, der die Rebellion gegen die Konföderation in Guatemala angeführt hatte, der starke Mann des Landes.

Von 1847 an rebellierten die Mayas und gründeten auch zwischenzeitlich eine Hauptstadt: Chan Santa Cruz, die jedoch 1901 von Mexiko erobert wurde.

19. Jahrhundert

Guatemala wurde meist von Diktatoren aller politischen Richtungen (so genannten Caudillos) regiert, die ihre jeweilige Macht durch die Unterstützung des Militärs erhielten. Es waren dies:

20. Jahrhundert

Auch das 20. Jahrhundert war politisch geprägt durch Diktatoren und zum Teil erfolgreichen Putschversuchen. Bemerkenswert ist die dreijährige Regierungzeit von 1951 bis 1954 unter Jacobo Arbenz Guzmán, die dieses mal nahezu offensichtlich durch Intervention der USA abgelöst wurde, um keinen Dominostein in ihrem Hinterland fallen zu sehen. Die Regierungen im Einzelnen:

Von Cabrera bis Guzman

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Die Militärdiktaturen in der 2. Hälfte des 20. Jhd.

Es folgten eine Reihe von Militärregimen, unter deren Herrschaft 150.000-250.000 Guatemalteken ums Leben kamen, siehe auch Guatemaltekischer Bürgerkrieg:

Regierungen seit dem Jahr 1986