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Gustav von Lauer

Gustav Adolph (von) Lauer (* 10. Oktober 1808 in Wetzlar; † 9. April 1889 in Berlin) war ein deutscher Mediziner und hochrangiger Militärarzt.

Leben

Von 1825 an studierte Lauer am Berliner Medizinisch-chirurgischen Friedrich-Wilhelm-Institut und wurde noch vor Abschluss seines Studiums als Militärchirurg an die Charité kommandiert.

1830 wurde er Kompaniechirurg, 1836 Pensionärarzt im Friedrich-Wilhelm-Institut und in dieser Funktion an das allgemeine Krankenhaus in Hamburg abkommandiert. 1839 kehrte er als Stabsarzt an die Charité zurück und wurde 1843 als Regimentsarzt nach Schwedt versetzt.

Wenig später kehrte er mit gleichem Rang nach Berlin zurück und wurde vom Prinzen Wilhelm, dem späteren Kaiser Wilhelm I., 1844 zu seinem Leibarzt ernannt. Als solcher begleitete er Wilhelm auf allen Reisen und Feldzügen.

1845 habilitierte Lauer als Privatdozent an der Berliner Universität, 1854 wurde er Professor der Semiotik und allgemeinen Therapie an der medizinisch-chirurgischen Akademie.

1864 stieg Lauer zum Generalarzt des Gardekorps auf; 1866 wurde er geadelt und hieß fortan von Lauer. Zu seinem fünfzigjährigen Dienstjubiläums ernannte ihn die Universität zum ordentlichen Honorarprofessor. 1879 wurde er als Nachfolger Heinrich Gottfried Grimms Generalstabsarzt der Armee, Chef des Militärmedizinalwesens und der Medizinalabteilung des Kriegsministeriums und Direktor der militärärztlichen Bildungsanstalten. 1881 erhielt er den Rang eines Generalleutnants.

1888 wurde ihm zu seinem Dienstjubiläum eine so genannte Jubelgabe von 30.000 Mark überreicht, die für eine Lauerstiftung zur Unterstützung der Hinterbliebenen von Sanitätsoffizieren bestimmt war.

Gustav von Lauer starb am 8. April 1889 in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Columbiadamm.

 Wikisource: Allgemeine Deutsche Biographie: Lauer, Gustav von – Quellentexte
Personendaten
Lauer, Gustav von
Lauer, Gustav
Arzt, Sanitätsoffizier, Hochschullehrer
10. Oktober 1808
Wetzlar
9. April 1889