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John Frank Adams

John Frank Adams, genannt Frank Adams, (* 5. November 1930 in Woolwich; † 7. Januar 1989 bei Brampton in Huntingdonshire) war ein englischer Mathematiker, der einer der führenden algebraischen Topologen war. Insbesondere beschäftigte er sich mit Homotopie-Theorie.

Adams studierte (nach zwei Jahren Dienst bei den Royal Engineers) ab 1948 am Trinity College in Cambridge, wo er unter Besicovich (in geometrischer Maßtheorie) und später unter Shaun Wylie über Topologie arbeitete. Richtungsweisend wurde für ihn das Jahr 1954, wo er als Junior-Dozent in Oxford den algebraischen Topologen J.H.C.Whitehead traf. 1955 promovierte er in Cambridge mit einer Arbeit über Spektralsequenzen, die ihm die Fellowship des Trinity College einbrachte. 1956 folgte seine Einführung der später „Adams Spektralsequenz“ genannten Verfahren der algebraischen Topologie. Während eines US-Aufenthalts 1957/8 in Chicago und Princeton löste er damit ein klassisches Problem der Topologie von Heinz Hopf über die Anzahl der Abbildungen zwischen Sphären mit Hopf-Invariante 1. Nach seiner Rückkehr wandte er sich als Dozent in Cambridge der K-Theorie zu, mit der er eine Vermutung über die Anzahl linear unabhängiger Vektorfelder auf Sphären bewies (unter Verwendung seiner „Adams Operations“). Ab 1962 war er Dozent und ab 1964 Professor in Manchester („Fielden Chair“). 1970 wurde er als Nachfolger von William Hodge Professor („Lowndean Professor of Astronomy and Geometry“) in Cambridge.

Adams wurde 1964 Fellow der Royal Society in London und erhielt 1982 ihre Sylvester Medal. 1963 erhielt er den Berwick Preis der London Mathematical Society und 1974 als erster Preisträger deren Senior Whitehead Preis. 1966 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Moskau (Thema: Homotopietheorie). 1985 wurde er Mitglied der National Academy of Sciences der USA. Er war auch Mitglied der dänischen Akademie der Wissenschaften.

Adams starb in einem Autounfall nur wenige Meilen von seinem Wohnort Er war seit 1953 verheiratet (mit einer Pfarrerin der Kongregationalisten) und hatte vier Kinder. Zu seinen Hobbys zählten Bergsteigen und das Spiel Go. Sein Bruder war Vice-Marshall der Royal Air Force.

Schriften

Literatur

Personendaten
Adams, John Frank
englischer Mathematiker
5. November 1930
Woolwich
7. Januar 1989
bei Brampton