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Diskussion:Indischer Aufstand von 1857

Der Artikel enthält einige Fehler. So kann z.B. kaum die Rede sein davon, dass die British East India Company (BEIC) bis dahin "rein kommerziell motiviert" gehandelt habe und Indien von seinen Prinzen regiert worden sei. Wenn dem so wäre, hätten wir keine berüchtigte "Doctrine of Lapse". Ein wichtiger Auslöser des Aufstandes war ja die unpopuläre Annektierung vieler indischer Königreiche, wie z.B. Jhansi, Satara und Awadh, durch die Briten. Diese widersprüchliche Angabe wird im Text deutlich, wenn am Ende davon geredet wird, dass die britische Regierung die BEIC auflöste, weil sie die Inder schlecht behandelt habe. Hätte die Firma rein kommerziell gehandelt und sich nicht mit den Regierungsaufgaben befasst, so könnte man sie auch nicht dafür verantwortlich machen. Der Artikel ist voll solcher Fehler. Man braucht sich nur einmal eine gute Quelle anzuschauen und dann weiß man das. Die BEIC hatte ein extensives Regierungsnetzwerk. Sie stellte "die indische" Regierung dar, die von Kalkutta aus regierte. Es gab Distrikte und "Commissionaries" die von den sog. "Collectors" administriert wurden. Sie wurden von britischen Beamten wie "Superintedents", "Sub-Divisional Magistrates" und indischen Beamten wie "Tahsildars" assistiert. Hinzu kommen Faktenfehler wie die Bezeichnung "Peschwa von Bithur". Die Peschwas gab es nur in Pune. Bithur war Exilort, wohin sie durch die Briten "deportiert" wurden. Also, der Artikel braucht meines Erachtens eine gründliche Überarbeitung. --Tiwari 11:29, 22. Mär 2006 (CET)

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Links

Ich nehme einmal eine Reihe von Links aus dem Artikel, die nicht im direkten Zusammenhang mit der Materie stehen (z.B. Offizier, Zivilist, Hinrichtung). 217.237.151.54 19:41, 3. Mär. 2007 (CET)

Nazi-Propaganda

Laut Commons wurde das Bild, auf dem Inder mittels Kanonen hingerichtet wurde, von der Nazi-Propaganda 1941 als Photographie bezeichnet. In Wahrheit handelt es sich um ein Gemälde. Die Bildunterschrift sollte da wohl angepasst werden. --84.174.21.178 00:43, 29. Mär. 2007 (CEST)

Danke, ich hab's mal ausgetauscht. Das Gemälde taugt m.E. trotzdem, auch wenn es eventuell nicht mit dem Sepoy-Aufstand in Zusammenhang gebracht werden kann. Es passt illustratorisch gut zu dem Abschnitt.--Xquenda 08:32, 29. Mär. 2007 (CEST)

Auch mit ergänzter Unterschrift: aus der englischen WP ist das Bild offenbar rausgeflogen, siehe Diskussion in WP:Auskunft vom 18. Juli 2007. Die Gemälde dieses Malers sind offenbar schon öfter als Fotos genommen worden - sein Bild "Die Apotheose des Krieges" (eine Pyramide von Schädeln) zierte ca. 1979 als Foto eine wichtige Broschüre einer größeren Menschenrechtsorganisation zum Thema Völkermord an den Armeniern. Sollte man eher rausnehmen. Plehn 17:27, 22. Jul. 2007 (CEST)

PS: ... und wenn es definitiv nicht von diesem Aufstand handelt, sollte es allemal raus. Plehn 17:29, 22. Jul. 2007 (CEST)

Die Hinrichtung mittels Kanonen sollte mit einer Quelle versehen werden. Plehn 15:47, 28. Jul. 2007 (CEST)

War of Independence

I don't speak any German, but this series of events should be known as The First War of Indian Independence, not as a "mutiny". I would appreciate it, if someone did the needful.

This article is called "Sepoy-Aufstand", i.e. "Sepoy Uprising", not "Sepoy Mutiny". "First War of Indian Independence" is nationalist POV because the series of events of the years 1857/58 were definitely not a "war". The word "war" implies that there was something like a coordinated military action against the British. The uprising of 1857, however, was pretty uncoordinated and the insurgents themselves were a very heterogeneous group: apart from the sepoys, there were also revolting Jats and former rulers who tried to restore their power. There can be no doubt that the rebellion stands at the beginning of India's fight for independence but "War of Independence" is simply exaggerated.--Jungpionier 16:29, 7. Apr. 2007 (CEST)

Lemma – Umbenennung?

Das Artikellemma ist meines Erachtens ungünstig gewählt. Wie ja auch im Artikel selbst geschrieben steht („Die Erhebung ging rasch weit über eine „Sepoy-Meuterei“ hinaus, und wurde zum Volksaufstand“), war die Revolte der Sepoys lediglich Beginn und Kern des Aufstandes, der aber bald sehr unterschiedliche Gruppen erfasste, etwa die Jat-Bauern in der Gegend um Delhi und Agra. Ich finde die in der en-Wikipedia gewählte Bezeichnung passender und würde daher für eine Verschiebung zu „Indischer Aufstand von 1857“ plädieren. Bevor ich so eine weitreichende Entscheidung treffe, möchte ich dies hier zu Diskussion stellen, um eventuellen Gegenvorschlägen Zeit und Raum zu lassen. Wer Einwände hat, möge sie also bitte hier nennen.--Jungpionier 11:50, 8. Apr. 2007 (CEST)

Ich glaube im Deutschen ist die Bezeichnung Sepoy-Aufstand ziemlich üblich während die Briten oft von Great Mutiny sprechen. First War of Indian Independence ist wohl indische POV. Deshalb mußte die englische Wikipedia sich wohl auf einen Kompromiß einigen. Indische Rebellion von 1857 habe ich aber als Bezeichnung auf deutsch noch nie gehört MfG --DAJ 18:48, 22. Mai 2007 (CEST)
Von "Rebellion" ist ja auch nicht die Rede. Gib mal bei google "indischer aufstand 1857" (natürlich ohne Anführungszeichen) ein und du findest diese Bezeichnung an vielen Stellen. Bereits Karl Marx schrieb schlicht vom indischen Aufstand. Bin für Verschiebung, da das Lemma Indischer Aufstand 1857 oder Indischer Aufstand von 1857 klarer sagt, worum es geht. Wem sagt denn "Sepoy-Aufstand" etwas, der sich nicht eingehender mit der Angelegenheit beschäftigt hat? Dieses historische Ereignis hat m.E. keinen solchen fixen Begriff. Auch Kulke/Rothermund, Geschichte Indiens, S. 315 ff. benutzt an keiner Stelle den Begriff "Sepoy-Aufstand" sondern schreibt nur vom großen Aufstand von 1857.--Xquenda 20:01, 22. Mai 2007 (CEST)
Michael Mann (Geschichte Indiens. Vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Paderborn 2005) nennt ihn sogar den Großen Aufstand mit großem „G“. Einig sind wir uns sicher alle, dass die Bezeichnung First War of Indian Independence oder Erster Indischer Unabhängigkeitskrieg nicht in Frage kommt, denn die ist definitiv POV indischer Nationalisten. Zur damaligen Zeit gab es weder ein nationales Zusammengehörigkeitsgefühl, noch haben wir es mit einem „Krieg“ zu tun, denn ein solcher impliziert ja ein koordiniertes militärisches Vorgehen, das es so nicht gab.--Jungpionier 23:11, 22. Mai 2007 (CEST)
Die meisten google Treffer laufen aber nicht auf den Begriff Indischer Aufstand von 1857 sondern auf Seiten auf denen die darin enthaltenen Worte vorkommen. Und das Laien den Begriff Sepoy-Aufstand nicht kennen finde ich als Argument nicht sinnvoll. Das würde einigen Artikeln hier sicher schaden wenn sich diese Meinung durchsetzt. Ich finde Sepoy-Aufstand durchaus geläufig. MfG --DAJ 17:45, 23. Mai 2007 (CEST)
Das mag ja sein, aber der Begriff „Sepoy-Aufstand“ ist einfach nicht präzise. Natürlich war der Aufstand von 1857 im Kern ein Aufstand der Sepoys, aber er ging eben noch weit darüber hinaus. In manchen Gegenden trug er durchaus Züge eines Volksaufstandes. Und wie gesagt, in vielen (deutschsprachigen) Werken zur indischen Geschichte wird der Ausdruck einfach nicht (mehr) verwendet.--Jungpionier 17:53, 23. Mai 2007 (CEST)

150. Jahrestag / Überarbeitung

Am 10. Mai ist der 150. Jahrestag, ich habe den Artikel mal auf der entsprechenden Vorlage eingetragen, so daß er dann auf der Hauptseite in der linken unteren Ecke erscheinen würde (Vorlage:Hauptseite Jahrestage 10. Mai). Wäre schön, wenn bis dahin jemand die Überarbeitung voranbringen könnte. Siehe auch Vorlage Diskussion:Hauptseite Jahrestage 10. Mai. Gruß, Aspiriniks 14:59, 6. Mai 2007 (CEST)

Mehr Fehler/Auslassungen

Nach Lektüre von F. S. Roberts, Fourty One Years in India. From Subaltern To Commander-In-Chief (Project Gutenberg) fielen mir auf:

„The recent researches of Mr. Forrest in the records of the Government of India prove that the lubricating mixture used in preparing the cartridges was actually composed of the objectionable ingredients, cows' fat and lard, and that incredible disregard of the soldiers' religious prejudices was displayed in the manufacture of these cartridges. When the sepoys complained that to bite them would destroy their caste, they were solemnly assured by their officers that they had been greased with a perfectly unobjectionable mixture. These officers, understanding, as all who have come in contact with Natives are supposed to understand, their intense abhorrence of touching the flesh or fat of the sacred cow or the unclean pig, did not believe it possible that the authorities could have been so regardless of the sepoys' feelings as to have allowed it to be used in preparing their ammunition: they therefore made this statement in perfect good faith. But nothing was easier than for the men belonging to the regiments quartered near Calcutta to ascertain, from the low-caste Native workmen employed in manufacturing the cartridges at the Fort William arsenal, that the assurances of their officers were not in accordance with facts, and they were thus prepared to credit the fables which the sedition-mongers so sedulously spread abroad, to the effect that the Government they served and the officers who commanded them had entered into a deliberate conspiracy to undermine their religion.“

Roberts, C h. XXX

Es ist kein Gerücht. Aber da die Auswahl des verwendeten des Fettes dem Zulieferer oblag waren verschiedene fette im Einsatz. Nicht alle Patronen waren deshalb mit Rinder- und Schweinefett eingefettet worden. Ich glaube das Wort Gerücht bezog sich darauf dass überall die beiden genannten Fette verwendet sein sollten? MfG --DAJ 08:55, 23. Jun. 2008 (CEST)