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Meldeschein

Der Begriff Meldeschein ist ein besonders in der Hotellerie verwendeter Begriff. Dort werden diese kurzen Formulare dazu verwendet, persönliche Angaben eines Gastes zu erfassen. Ausgefüllt werden diese Bögen bei der Ankunft des Gastes im Hotel, noch bevor der Zimmerschlüssel ausgehändigt wird.

Erfordernis des Meldescheins

Besonders bei ausländischen Gästen wird großen Wert darauf gelegt, einen solchen Schein auszufüllen. Dieser muss handschriftlich vom Gast ausgefüllt und unterschrieben werden (jeder Gast). Zusätzlich wird eine Kopie des Reisepasses oder des Personalausweises angefertigt. Dies dient beispielsweise dem Zweck eventuelle zivilrechtliche Ansprüche zu sichern.

Das Erfordernis eines Meldescheins ist jedoch nicht eine übliche Geschäftspraxis bei Beherbergungsbetrieben, sondern ist gesetzlich in den Meldegesetzen der Bundesländer normiert. Gesetzlich ist (je nach Bundesland) das Erfordernis eines Meldescheins erst bei längeren Aufenthalten (z.B. in Berlin über zwei Monate) vorgeschrieben.

Zu erfassende Daten

Der Umfang der erhobenen Daten steht im Ermessen des Beherbergungsbetriebes. Da in vielen Städten Hotels und Pensionen seitens der Verwaltung angehalten sind, Auskunft über die Herkunft ihrer Gäste zu statistischen Zwecken der Fremdenverkehrswerbung zu übermitteln, genügt ihnen bei ein - oder mehrtägigen Aufenthalten oft die Angabe des Anreiseortes. Bei längeren Aufenthalten (s.o.) sind folgende Angaben gesetzlich vorgeschrieben: Vor- und Familienname, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Anschrift, Zeitpunkt der Anreise sowie zusätzlich bei Ausländern Dauer und Zweck des Aufenthalts.

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