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Schlossfreiheit

Als Schlossfreiheit bezeichnet man allgemein den Wohnbezirk der Burgfreiheit in unmittelbarer Nähe einer Residenz.

Berlin

Im Jahre 1672 wurde in Berlin am Ufer des Kupfergrabens unmittelbar beim Berliner Stadtschloss eine Zeile von zehn Häusern gebaut. Hier wohnten Hofleute und Adlige unter der Rechtsform der Burgfreiheit bis zur Bildung der Königlichen Residenz Berlin im Jahr 1709.

Die Häuser wurden mehrfach erweitert und umgebaut, bestanden aber im Prinzip bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Kaiser Wilhelm II. missfielen diese relativ kleinen Häuser, die den Blick auf sein prächtiges Schloss verstellten, ganz außerordentlich. Für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals wurden sie ab Juni 1894 abgerissen.