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Langenorla

Wappen Deutschlandkarte
Koordinaten: 50° 44′ N, 11° 35′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungsge-
meinschaft:
Oppurg
Höhe: 185 m ü. NN
Fläche: 22,71 km²
Einwohner: 1474 (31. Dez. 2006)[1]
Bevölkerungsdichte: 65 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07381
Vorwahl: 03647
Kfz-Kennzeichen: SOK
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 054
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Türkenhof 5
07381 Oppurg
Webpräsenz:
www.vg-oppurg.de
Bürgermeister: Georg Graven
Lage der Gemeinde Langenorla im Landkreis Saale-Orla-Kreis

Langenorla ist eine Gemeinde im thüringischen Saale-Orla-Kreis. Die Gemeinde, die sich im Orlatal befindet, besteht aus den Ortsteilen Langendembach, Kleindembach und Langenorla. Sie hat etwa 1.500 Einwohner auf einer Fläche von 22,71 km².


Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Langenorla wurde erstmals 1123 urkundlich erwähnt.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 - 1.645
  • 1995 - 1.720
  • 1996 - 1.706
  • 1997 - 1.661
  • 1998 - 1.669
  • 1999 - 1.525
  • 2000 - 1.527
  • 2001 - 1.513
  • 2002 - 1.497
  • 2003 - 1.494
  • 2004 - 1.492
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik

Wappen

Das Wappen von Langenorla ist zweigeteilt, in der linken Hälfte ist ein Adler mit Wolfskopf zu sehen, in der rechten oberen Hälfte ist von silber und rot spitzenweise gespalten und in der rechten unteren Hälfte befinden sich schräge Wellenbalken.

Der Adler mit Wolfskopf verweist auf das Geschlecht von Flanss, das seit dem 14. Jahrhundert das Gebiet von Langenorla in Besitz hatte.

Der von silber und rot spitzenweise gespaltene Teil greift das Stammwappen derer von Beust auf, die lange Zeit Besitzungen in der Gemeinde hatte. Die schrägen Wellenbalken stehen für den Fluss Orla, der viele Jahrhunderte ein wichtiger Faktor in der Erwerbsgeschichte des Ortes war.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Geschichtsdenkmale

Seit 1960 erinnert ein Gedenkstein auf dem Friedhof des Ortsteiles Kleindembach an 152 namentlich bekannte slowakische Opfer von Zwangsarbeit, die an der Folge von Mißhandlungen und den katastrophalen Lebensbedingungen gestorben sind, die sie bei der Arbeit in dem Rüstungsunternehmen REIMAHG erleiden mussten. Wahrscheinlich lag die Zahl der Toten aber bei 152 von insgesamt 450 in der stillgelegten Porzellanfabrik untergebrachten Arbeitkräften. Auf dem Friedhof des Ortsteiles Langenorla erinnern Grabdenkmale an drei italienische Häftlinge eines Todesmarsches aus dem KZ Buchenwald, die von SS-Männern im April 1945 ermordet wurden.[2]


Quellen

  1. Einwohnerzahlen
  2. Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933-1945 (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945, Reihe: Heimatgeschichtliche Wegweiser Band 8 Thüringen, Erfurt 2003, S. 223, ISBN 3-88864-343-0
 Commons: Langenorla – Bilder, Videos und Audiodateien