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Geldwirtschaft

Eine Geldwirtschaft ist das Wirtschaftssystem mit Geld als allgemeinem Zahlungsmittel. Sie ist ein Gegensatz zu Naturalwirtschaft und Tauschhandel.

Durch das Zahlungsmittel Geld – in Münz-, Banknoten- oder Giral-/Buchgeldform – sind Spezialisierungen in der Wirtschaft leichter geworden. Der Sinn des Geldes lag einst in dem Wunsch, ein Tauschmittel zu haben, das immer gleich bleibenden Wert hat. Verschiedene Faktoren in einer nicht oder nur teilsubventionierten Wirtschaft lassen das aber nicht zu. Trotzdem ist Geld das einzige universelle Tauschmittel, was Handel über große Entfernungen erst möglich macht. In der Naturalwirtschaft sind die Tauschmittel – die meist verderbliche Waren oder sterbliche Tiere sind – einem schnellen Wertverlust unterworfen.

Als Geldwirtschaft wird auch im engeren Sinne derjenige Teil eines Wirtschaftssystems bezeichnet, der hauptsächlich direkt mit Geld arbeitet, etwa Banken und Versicherungen, im Gegensatz zum Beispiel zu Landwirtschaft und Industrie.

Geschichte

Geldwirtschaften existierten bereits in vielen vorchristlichen Hochkulturen, so in Persien oder im antiken Griechenland. Auch von den Römern wurde sie übernommen.

Die Vereinfachung des Tauschvorgangs verlief in verschiedenen Stufen:

Quellen

Hans Schmid: Geld, Kredit und Banken, Bern 1979