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Otto Hersing

Otto Hersing (* 30. November 1885 in Mülhausen5. Juli 1960 in Rastede) war ein deutscher Marineoffizier. Er war im Ersten Weltkrieg Kommandant des U-Bootes U 21.

Leutnant zur See Otto Hersing erlangte dadurch Berühmtheit, dass er der erste U-Boot Kommandant war, der per Torpedo-Schuss ein feindliches Schiff versenkte. Am 5. September 1914 kreuzte U 21 unter seinem Kommando vor der Ostküste Schottlands und traf dort auf die 8. Zerstörer-Flottille unter Führung des leichten Kreuzers HMS Pathfinder. Da die HMS Pathfinder auf Grund schon sehr knapper Kohlevorräte nur noch mit maximal 5 Knoten Geschwindigkeit lief, wurde sie zu einem leichten Ziel für den ersten Torpedotreffer. Der Torpedo traf die HMS Pathfinder an einer ungepanzerten Stelle im Rumpf genau bei den Munitionskammern. Sie explodierte sofort und sank in wenigen Minuten. 259 Seeleute verloren dabei ihr Leben, nur elf wurden gerettet.

Mai 1915 versenkte er vor den Dardanellen zwei Linienschiffe. Als zweiter U-Boot-Kommandant erhielt Hersing 1915 den Orden Pour le Merite, die höchste deutsche Kriegsauszeichnung des Ersten Weltkrieges. Gemäß den Kapitulationsbedingungen musste U 21 nach dem Krieg an die Alliierten ausgeliefert werden. Aus bisher ungeklärten Gründen versank U 21 am 22. Februar 1919 wie auch viele andere U-Boote auf der Überführungsfahrt nach Großbritannien in der Nordsee. Es lässt sich vermuten, dass U21 und andere U-Boote wie auch Einheiten der Hochseeflotte versucht haben, durch Selbstversenkung der Internierung zu entgehen.

Nach dem Krieg wurde Hersing am 31. Juli 1924 als Korvettenkapitän aus dem aktiven Dienst verabschiedet und war anschließend bis 1935 als Verbindungsoffizier der Reichsmarine im Wehrkreis 6 tätig.

Auszeichnungen

Personendaten
Hersing, Otto
deutscher Marineoffizier im Ersten Weltkrieg
5. Juli 1960
Münster