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Philipp Friedrich Böddecker

Philipp Friedrich Böddecker (getauft 5. August 1607 in Hagenau (Elsass); † 8. Oktober 1683 in Stuttgart) war ein deutscher Komponist und Organist an der Stuttgarter Stiftskirche.

Leben

Sein aus Goslar stammender Vater wurde 1614 an die Stiftskirche nach Stuttgart berufen. Philipp Friedrich wurde ebenfalls Musiker. Wahrscheinlich war er Schüler seines Vaters und des Stiftsorganisten Johann Ulrich Steigleder.

1626 wurde Philipp Friedrich Organist und Gesanglehrer in Buchsweiler, 1629 Fagottist und Organist am Landgräflichen Hof in Darmstadt. Seine nächste Anstellung führte in den Dienst der markgräflich badischen Hofkapelle in Durlach, von wo er 1638 an die Barfüßerkirche nach Frankfurt am Main berufen wurde. 1642 wurde er Organist am Straßburger Münster, 1648 auch Universitätsorganist und Musikdirektor in Straßburg.

1652 trat er die Stelle des Stiftsorganisten in Stuttgart an. Seine "Sacra Partitura", gewidmet der Herzogin Sybilla, sollte seine Anstellung als Hofkapellmeister vorbereiten. Diesen Posten erhielet jedoch Samuel Capricornus. Außer der Sammlung "Sacra Partitura" mit geistlichen Werken für Sopran und B.C, einer Violinsonate und einer Fagottsonate, ist noch das "Melos irenicum" ein 18-stimmiges Werke für eine Feier zum Westfälischen Frieden erhalten. Aus seiner Stuttgarter Zeit gibt es nur noch eine Gelegenheitskomposition, ein Trauergesang anlässlich des Todes der Tochter eines württembergischen Beamten.

Personendaten
Böddecker, Philipp Friedrich
deutscher Komponist und Organist
getauft 5. August 1607
Haguenau
8. Oktober 1683
Stuttgart