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Poisson-Fleck

Der Poisson-Fleck ist ein Beugungsphänomen der Optik und beschreibt den hellen Fleck in der Mitte einer Beugungsfigur bei Beugung von Licht an einem kreisrunden lichtundurchlässigen Objekt.

Alle Punkte eines Kreises haben den gleichen Abstand zu jedem Punkt auf der senkrechten Achse durch den Mittelpunkt des Kreises. Bei senkrechter Beleuchtung des Objektes interferieren alle Elementarwellen daher konstruktiv auf der gesamten Achse.

Das Phänomen ist benannt nach dem französischen Physiker und Mathematiker Poisson, der es 1818 als Konsequenz der Wellennatur des Lichtes voraussagte. Poisson wollte damit ein Argument gegen die von Christiaan Huygens aufgestellte Wellennatur des Lichtes formulieren, da er die Teilchennatur des Lichtes vorzog. Für ihn war es schlicht absurd, dass Licht in den Schattenbereich eines Objektes gelangt. Die nachfolgende Bestätigung der Existenz des Flecks war ein starkes Argument für die Wellennatur.

Das Phänomen wurde zwar von Giacomo Filippo Maraldi schon 1723 beschrieben, sein Werk blieb aber größtenteils unbeachtet.

In der englischen Literatur wird der Begriff Poisson's Spot gleichbedeutend mit Arago's Spot benutzt.

Verschiedene Beugungsbilder, u.a. der Poisson-Fleck