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Rudolf Sallinger

Rudolf Sallinger (* 3. September 1916 in Lassee in Niederösterreich; † 7. März 1992 in Wien) war ein österreichischer Politiker (ÖVP).

Als gelernter Steinmetzmeister führte Rudolf Sallinger ab 1943 einen eigenen Steinmetzbetrieb in Wien-Margareten. Nach Ende des Zweiten Weltkrieg war er in verschiedenen Funktionen der Wirtschaftsvertretungen, wie in der Innung tätig. Ab 1953 war er Kurator des Wirtschaftsförderungsinstitutes in Wien. Seine bekannteste Tätigkeit war als Präsident der Bundeskammer der gewerblichen Wirtschaft vom 14. Februar 1964 bis Dezember 1990, als er altersbedingt nicht mehr kandidierte. Er übernahm das Amt von dem kurz vorher verstorbenen Julius Raab. Außerdem war er von 1966 bis 1980 Obmann des Österreichischen Wirtschaftsbundes und Abgeordneter zum Nationalrat.

Ein Hauptanliegen war ihm immer ein Funktionieren der Sozialpartnerschaft, die er zeitgleich mit dem damaligen Gewerkschaftsbundpräsidenten Anton Benya als Gegenüber lebte, was ihm große Anerkennung einbrachte. Kritisch wurde sein Verhalten in der Auseinandersetzung um den Bau des Kraftwerks Hainburg betrachtet, für dessen Errichtung er sich wie Benya einsetzte.

Sallinger wurde neben Julius Raab und Leopold Figl in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof beigesetzt.

Auszeichnungen

Personendaten
Sallinger, Rudolf
österreichischer Politiker
3. September 1916
Lassee
7. März 1992
Wien