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Blohm & Voss L 10

Der Blohm & Voss L 10 mit dem Suggestivnamen Friedensengel war ein unbemannter, deutscher Torpedoträger im Zweiten Weltkrieg.

Mit dem Fluggerät wurde die Reichweite eines Lufttorpedos (LT) erhöht. Das LT wurde als Außenlast eines Torpedobombers mitgeführt und wurde aus geringer Höhe (ca. 500 m) abgeworfen. Das Fluggerät war nicht steuerbar, d. h. der Pilot musste die Flugrichtung des Fluggerätes vor dem Abwurf mit dem Flugzeug bestimmen, analog dem Abwurf eines normalen LT. Dies ermöglichte lediglich eine Reichweitenvergrößerung, womit das Trägerflugzeug außerhalb der gegnerischen Schussweite operieren konnte. Die maximale Reichweite des Fluggerätes bei 500 m Abwurfhöhe betrug ca. 1500 m. In Abhängigkeit größerer Abwurfhöhen war eine Reichweitensteigerung möglich, jedoch zu Lasten der Zielgenauigkeit. Kurz nach dem Abwurf entfaltete sich ein kleiner Flugdrachen am Heck des Fluggerätes an einem ca. 25 m langem Kabel. Berührte dieser die Wasseroberfläche wurde der LT gelöst und steuerte unter Wasser weiter auf das Ziel zu.

Es wurden mehrere hundert Stück ab Mitte 1942 produziert. Die meisten davon wurden durch Versuche verbraucht. Eine Truppenerprobung fand nicht mehr statt.

Technische Daten:

Siehe auch