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C-Gruppe

C-Gruppe ist der Name einer vorgeschichtlichen Kultur in Unternubien. Sie ist im Süden vom 2. Katarakt und im Norden bis nördlich von Assuan in Ägypten belegt und korrespondiert in ihrer Ausbreitung deshalb mit der A-Gruppe. Die C-Gruppe datiert von etwa 2200 v. Chr. bis um 1500 v. Chr. Dies entspricht der Periode von der ägyptischen 6. Dynastie bis zur Zeit des Neuen Reiches.

Der Ursprung der C-Gruppe ist umstritten. Es werden in der Forschung Einwanderungswellen aus der Westwüste diskutiert. Tatsächlich gibt es in der ganzen östlichen Sahara vergleichbare Kulturen. Die Menschen der C-Gruppe waren vorwiegend von mediterranem Typus[1].

Die C-Gruppe wird chronologisch in drei Zwischenstufen (I-III) unterteilt. Die wenigen Siedlungsreste deuten an, dass diese Leute zunächst in zeltartigen und erst später in festen rechteckigen mit Lehm verputzten Hütten wohnten. Dies mag den Wechsel von halbnomadischer Lebensweise zu voller Sesshaftigkeit widerspiegeln. Am Ende lassen sich sogar größere Siedlungen mit Umfassungsmauern nachweisen.

Die Lebensgrundlage gleicht der der A-Gruppe (Ackerbau, Viehzucht, Jagd und Fischfang). Die handgemachte Keramik ist schwarz gebrannt, wobei geometrische Muster, die in weißer Farbe eingelegt sind, vorherrschen. Mit der Eroberung Unternubiens durch die Ägypter um 1500 v. Chr. verschwand die C-Gruppe langsam, doch gibt es anscheinend Orte an denen sie sich länger hielt. Die C-Gruppe ist in der Zweiten Zwischenzeit auch vereinzelt in Ägypten belegt, was auf Zuwanderungen aus dem Süden nach Ägypten hinweisen mag.

Quellen

  1. nach Steindorff, Aniba I S. 220 ff.