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Johanniterkirche Sülstorf

Die Sülstorfer Johanniterkirche ist eine Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Sülstorf im Landkreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern).

Sie wurde im Jahr 1217 von Ordensrittern des Johanniterordens zusammen mit einem Ordenshaus gebaut. Das geht aus einer Schenkungsurkunde der Grafen Gunzelin und Heinrich von Schwerin zugunsten des Johanniterordens hervor. Die heutige Form erhielt die Kirche im 15. Jahrhundert.

Der Backsteinbau wurde auf einem Feldsteinfundament errichtet. Es handelt sich um einen kleinen länglichen Saalbau mit einem polygonalen Ostschluss, der beinahe rund erscheint. Es ist ein verschliffener 7/12-Schluss. Ein nördlicher Anbau wurde im 17. Jahrhundert hinzugefügt, auch der südliche Anbau ist nicht ursprünglich.

Ein Brand zerstörte 1979 die Kirche. Das Inventar und die letzte von einst drei Glocken wurden dabei vernichtet. 1984 wurde die Kirche wieder aufgebaut und erhielt 2003 einen hölzernen Turm. Zwei neue Glocken aus der „Glocken- und Kunstgießerei Petit & Gebr. Edelbrock“ in Gescher (Nordrhein-Westfalen) bilden jetzt das Geläut.

Eine flache Holzdecke überspannt den Innenraum. Nach Georg Dehio war die Kirche aber durch Strebepfeiler und Schildbögen für die Wölbung vorbereitet. Im Innern der Kirche wurden nach dem Brand Fresken aus dem 15. Jahrhundert freigelegt und restauriert. Der Flügelaltar mit bemaltem Predel zeigt spätgotische Schnitzerei. Er stammt aus der abgetragenen Kirche in Zweedorf.

Koordinaten: 53° 30' 28" N, 11° 22' 16" O