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Grenzübergang Eußenhausen-Meiningen

Der Grenzübergang Eußenhausen-Meiningen war ein für den Kleinen Grenzverkehr errichteter Grenzübergang der innerdeutschen Grenze an der Bundesstraße 19 zwischen Mellrichstadt (Bayern/Landkreis Rhön-Grabfeld) und Meiningen (Thüringen/Landkreis Schmalkalden-Meiningen) zwischen den beiden Dörfern Eußenhausen/Bayern und Henneberg/Thüringen und lag auf dem Höhenrücken „Schanz“.

Der Grenzübergang Eußenhausen-Meiningen wurde am 21. Juni 1973 eröffnet und diente nur dem Kleinen Grenzverkehr, der zwischen den beiden deutschen Regierungen zur Verbesserung der grenznahen Kontakte vereinbart worden war, und nicht dem Transitverkehr nach Westberlin. Nach der Öffnung der innerdeutschen Grenze am 9. November 1989 und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurden die umfangreichen Sperranlagen beseitigt.

Heute ist auf der Thüringer Seite, auf der Schanz nahe Henneberg, nur noch ein Wachturm und ein unvollendeter Backsteinbau für eine geplante Kaserne der NVA-Grenztruppen erhalten. Auf der bayerischen Seite befindet sich auf einem Parkplatz - gegenüber der ehemaligen, aber nicht mehr vorhandenen westdeutschen Grenzabfertigungsstelle - eine Sammlung von Grenzsperranlagen und es wurden auf dem einstigen Todesstreifen ein Skulpturenpark sowie die „Goldene Brücke“ errichtet.

Diese ehemalige Grenzübergangsstelle ist auch der Ausgangspunkt für den Friedensweg, der die deutsch-deutsche Geschichte von 1945 bis 1990 aufarbeitet. Mit Unterstützung der Landkreise Schmalkalden-Meiningen und Rhön-Grabfeld sowie der angrenzenden Gemeinden gelang es einem Verein diesen Friedensweg mit 40 Informationstafeln von hier bis nach Birx auf einer Länge von 40 Kilometern zu realisieren.

Literatur