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Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch

Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Freien und Hansestadt Hamburg, der Robert Bosch Stiftung GmbH und des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft. Grundlage für die Arbeit ist das Regierungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation über jugendpolitische Zusammenarbeit vom Dezember 2004.

Offiziell gegründet wurde die Stiftung in öffentlich-privater Partnerschaft im Februar 2006 in Hamburg. Dort befindet sich auch der Sitz der Stiftung. Der Botschafter a.D. Dr. Hans-Friedrich von Ploetz und Regine Kayser wirken als Geschäftsführer.

Inhaltsverzeichnis

Ziele

Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch hat den Auftrag, den Schüler- und Jugendaustausch zwischen Deutschland und Russland zu fördern und ihm neue Impulse zu verleihen. Dadurch sollen die freundschaftlichen Verbindungen zwischen den Völkern beider Staaten weiterentwickelt werden und der Bedeutung der jungen Generation für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft der Beziehungen Rechnung getragen werden.

Aufgaben

Die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch nimmt folgende Aufgaben wahr:

  1. Aufbereitung und Verbreitung von Informationen unter Jugendlichen, Jugendverbänden und -organisationen sowie Bildungseinrichtungen in beiden Staaten über die Möglichkeit der Teilnahme am deutschen-russischen Jugend- und Schüleraustausch
  2. Anregung der Entwicklung von Austauschen und die Herstellung und Vertiefung von Kontakten zwischen am Austausch interessierten Organisationen
  3. Durchführung von Partnerbörsen, Seminaren und Konferenzen zur deutschrussischen Jugendzusammenarbeit, darunter auch mit Allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen
  4. Unterstützung bei der Qualifizierung von Fachkräften der Jugendhilfe und von Lehrkräften, einschließlich Praktika und Hospitationen
  5. Ausarbeitung von Vorschlägen, die auf die Entwicklung neuer Formen und Bereiche der bilateralen und multilateralen Jugendzusammenarbeit gerichtet sind
  6. Öffentlichkeitsarbeit für die deutsch-russische jugendpolitische Zusammenarbeit

Daneben ist es eine zentrale Aufgabe der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, Programme momentan in folgenden Förderbereichen finanziell zu unterstützen:

  1. Schulischer Austausch und Sprachförderung
  2. Außerschulischer Austausch

Die Förderung des außerschulischen Austausches aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) erfolgt im Zentralstellen- und Länderverfahren.

Fördergrundsätze

Die Stiftung fördert den Austausch Jugendlicher und Schülerinnen und Schüler aller Regionen, aus allen gesellschaftlichen Bereichen und sozialen Schichten bei gleichen Zugangschancen.

Die Stiftung fördert den Austausch auf der Grundlage der Gegenseitigkeit. Die geförderten Maßnahmen sollen in beiden Ländern stattfinden. Besondere Aufmerksamkeit wird der Förderung von Projekten gewidmet,

Die Stiftung fördert nicht den Austausch von Jugendlichen zu Zwecken des Studiums oder der wissenschaftlichen Arbeit sowie auf dem Gebiet des Leistungssports. Nicht gefördert werden außerdem Projekte, die überwiegend touristischen Charakter haben.

Gremien

Die Stiftung richtet sich bei ihrer Arbeit nach den Beschlüssen der Gesellschafterversammlung. Außerdem orientiert sie sich an den Empfehlungen des von der Bundesregierung eingesetzten nationalen Kuratoriums und des binationalen Deutsch-Russischen Rates für jugendpolitische Zusammenarbeit.