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Thomasmesse

Die Thomasmesse (auch: Thomas-Messe) ist eine Gottesdienstform der evangelischen Kirche mit ökumenischen Ansätzen.

Die Thomasmesse soll fragende Christen, im Glauben Zweifelnde, frustrierte Kirchgänger, Gottesdienstmuffel ansprechen. Sie ist geprägt durch neue Lieder, eigene und neue Gedanken, ansprechende Verkündigung, Abendmahl zum Anfassen und gibt Gelegenheit zum Beobachten, Einfühlen, langsam Annähern, Mitmachen.

Das Besondere dieses Gottesdienstes besteht nicht in seinen Elementen, sondern im Prozess seiner Entstehung und Umsetzung, weil viele Laien gemeinsam mit wenigen Hauptamtlichen aktiv sind.

Die Thomasmesse nahm ihren Anfang in Helsinki, wo Pfarrer Olli Valtonen, der als Redakteur arbeitete, sich nach einem Gottesdienst sehnte, in dem er selbst Energie schöpfen konnte und in dem sich der Zeitgenosse, der sich kaum für die Kirche interessierte, mit seinen Fragen und Wünschen wiederfinden konnte.

Da ihn dieser Wunsch mit anderen Christen verband, begann eine Gruppe von 40 Leuten sich regelmäßig zu treffen und darüber zu reden und zu beten, wie ein Gottesdienst gestaltet werden könnte, der heutige Menschen anspricht. Das Ergebnis war die Thomasmesse. Seit 1989 wird sie jeden Sonntagabend in der Agricola-Kirche in Helsinki gefeiert.

Seit 1993 wird die Thomasmesse auch in Deutschland gefeiert. Zuerst in Winsen an der Luhe und in Hannover, bald folgten die Thomasmesse im Bremer Dom und weitere Orte, inzwischen ca. 50 Städte Deutschlands.

Literatur