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Siderisches Jahr

Ein siderisches Jahr oder Sternenjahr ist die Zeitspanne, die vergeht, bis die Sonne von der Erde aus gesehen die gleiche Stellung am Himmel in Bezug auf einen fiktiven unendlich weit entfernten Fixstern (ohne Eigenbewegung) einnimmt. Davon leitet sich der Name ab: lateinisch sidus (Genitiv: sideris) Stern.

Das siderische Jahr gibt somit die Zeit für einen Orbit der Erde um die Sonne in Bezug auf eine feste Richtung im Raum wieder, wie sie sich aus der Himmelsposition der Sonne bestimmen lässt. Das ist also ein vollständiger Umlauf von 360° um die Sonne in einem festen Fundamentalsystem.

Es dauert 31558149,54 Sekunden, das entspricht (Epoche J2000.0)

365 Tage, 6 Stunden, 9 Minuten und 9,54 Sekunden.

Das siderische Jahr ist 20 Minuten und 24 Sekunden länger als das tropische Jahr, das die Basis für das bürgerliche Jahr der Kalenderrechnung bildet. Der Unterschied zwischen siderischem und tropischem Jahr beruht auf dem Vorrücken der Frühlingstagundnachtgleiche, die durch die Präzession der Erdachse mit einer Periode von etwa 25.800 Jahren verursacht wird (Präzessionszyklus).

Ein siderisches Jahr ist also etwa

Im Alltag und auf das Leben eines Menschen bezogen ist der Unterschied zwischen siderischem und tropischem Jahr vernachlässigbar. Über viele Jahrtausende hinweg macht er sich allerdings bemerkbar, indem sich die Winter- und Sommersternbilder verschieben.

Siehe auch

Siderische Periode, Siderischer Tag