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Sporgasse

Die Sporgasse ist eine Straße im Bezirk Innere Stadt am Hang des Schlossberges in Graz.

Die Straße ist älter als Graz selbst. Schon in der Römerzeit verlief hier eine Handelsstraße zwischen dem Murtal und der römischen Stadt Savaria (heue Szombathely in Ungarn). Der Name kommt von den im Mittelalter hier ansässigen Sporenmachern und Waffenschmieden. Heute ist die Sporgasse weitgehend als Fußgängerzone ausgebaut und eine geschäftige Einkaufsstraße. In kaum einer anderen Straße kann man die Architektur-Geschichte von Graz so gut ablesen wie in der Sporgasse. An der Ecke zum Hauptplatz ist das barocke Luegg-Haus mit seinem mächtigem Fassadenstuck und dem Arkadengang. Gleich gegenüber befindet sich ein Jugendstilgebäude mit teils in Gold gefassten floralen Dekorationen und Medaillons mit Frauenköpfen. Ein wenig weiter steht ein barockes Gebäude, dessen großes Portal ein Reitbild des heiligen Johannes von Nepomuk zeigt. Das Haus mit der Konditorei Strehly stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Konditorei stammt aus 1596 und ist somit die älteste in Graz und der Steiermark und eine der drei ältesten in Österreich. Weiter oben ist das alte Deutschordenshaus, dessen Innenhof noch heute mit „Murnockerln“ (Steinen aus der Mur), wie es früher üblich war, gepflastert ist. Gegenüber verbirgt sich hinter der unscheinbaren Fassade ein ehemaliges Augustinerkloster, das heute unter dem Namen „Stiegenkirche“ bekannt ist. Am oberen Ende der Sporgasse findet sich eines der ältesten Gasthäuser von Graz, die „Goldene Pastete“, architektonisch bedeutend ist der für Graz einzigartige Runderker aus der Renaissancezeit. Gegenüber ist das Palais Saurau mit dem „stürzenden Türken“, um den sich einige Mythen drehen.

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Koordinaten: 47° 4' 21" N, 15° 26' 20" O