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Phantasialand

Phantasialand
DEC
Phantasialand
Lage des Parks Neptunbrunnen
Ort: Brühl/Nordrhein-Westfalen
Koordinaten: 50° 48′ 0″ N, 6° 52′ 46″ O7Koordinaten: 50° 48′ 0″ N, 6° 52′ 46″ O
Eröffnung: 30. April 1967
Besucher: 2 Millionen (2006) pro Jahr
Fläche: 28 Hektar
Personal: rund 350 feste Mitarbeiter und bis zu 900 Saisonkräfte[1]
Kontakt: Phantasialand Schmidt-Löffelhardt GmbH & Co. KG
Berggeiststraße 31–41
50321 Brühl

Das Phantasialand ist ein Freizeitpark in Brühl bei Köln, welcher jährlich ca. zwei Millionen Besucher zählt. Von der Gesamtfläche von ca. 28 ha belegt der eigentliche Park ca. 10 ha.[2]

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Attraktionen des Parks bilden eine Mischung aus schnellen, aufregenden und langsamen, gemütlichen Fahrgeschäften, sowie Fahrten und Spielbereiche speziell für Kinder. Die einzelnen Angebote des Phantasialands sind überwiegend mit einzelnen Themen belegt. So gibt es einen Nachbau von Alt-Berlin, China-Town (dieser Bereich wurde mit der chinesischen Kulturmedaille ausgezeichnet), Silver-City, Mexiko, Mystery, Fantasy und neuerdings auch Afrika. Seit 2003 gibt es mit dem im chinesischen Stil erbauten „Hotel Ling Bao“ (zuvor „Phantasia“) auch ein 4-Sterne-Hotel und seit 2004 das Zeltlager „Smokey's Digger Camp“ mit Indianertipis. Im Jahr 2006 wurde der Themenbereich „Deep in Africa“ mit seiner Hauptattraktion „Black Mamba“, einem sogenannten „Inverted Coaster“, eröffnet.

Das Phantasialand bietet neben seinen Fahrgeschäften auch verschiedene Shows. Diese haben bei den „Big E-Awards“ der IAAPA verschiedene Auszeichnungen bekommen. So wurde die Artistikshow „L’Ar(c)tistique“ 2001 und 2002 in der jeweiligen Top-Budget-Kategorie der besten Gesamtproduktion mit einer „Honorable Mention“ (2001, dt.: „ehrenvolle Anerkennung“) bzw. einer besonderen Erwähnung für „einzigartige Qualität im künstlerischen Design” (2002) geehrt. Diese Show wurde allerdings mittlerweile von der neuen „Arachnomé“ abgelöst, welche 2004 Gesamtzweiter wurde, 2005 eine ehrenvolle Anerkennung und 2006 sogar die Auszeichnung in der Kategorie „Best Overall Production: Budget $500,001 − $1,000,000“ erhielt. Die besonderen Erwähnungen werden oft mit zu den Siegern gezählt und sogar von der IAAPA mit in der Gewinnerliste geführt. [3]

Das Phantasialand wurde 2003 vom ADAC als „Bester Freizeitpark Deutschlands“ prämiert und erhielt von der belgischen Verbraucher-Organisation „Test Achats“ die Auszeichnung „Europas bester Entertainment-Park“.

In den Wintermonaten bleibt das Phantasialand teilweise geschlossen.

Themenbereiche

Das Phantasialand präsentierte mit "Deep in Africa" in der Saison 2006 seinen derzeit neuesten Themenbereich. Die Zuordnung der Attraktionen zu Themenbereichen ist nicht immer eindeutig, einige der Themenbereiche existieren heute nicht mehr.

Themenbereiche
Name Thema Besonderheit Einführung
Alt Berlin Berlin der 20er Jahre Nachbildung des Berlins der 1920er Jahre im Maßstab 1:2, „Hauptstraße“ des Parks 1972
China Town China größte Ansammlung chinesischer Bauten außerhalb Chinas z.B. das Hotel Ling Bao 1981
Deep in Africa Afrika Inverted Coaster Black Mamba und Matamba das 3 Sterne plus Hotel (2008) 2006
Fantasy Fantasie und Märchen bestehend aus Wuze Town, dem Märchensee sowie weiteren Fahrgeschäften 1967
Hawaii Hawaii Hawaii-Restaurant 1967 - 1992
Mexiko Mexiko Talocan und mexikanische Silbermine sowie "Phantasialand-Jet" 1974
Mystery Spuk und Mystery besteht aus Mystery Castle und River Quest 1998
Orient Orient Café Oriental (1973 bis 1992) und Gondelbahn 1001 Nacht 1970
Silver City Wilder Westen eine Westernstadt, die Minenachterbahn Colorado Adventure und zwei Wildwasserbahnen, bis 2001 Gebirgsbahn und Grand-Canyon-Bahn 1974
Space Weltraum Space Center (bis 2000) und Galaxy (bis 2005) 1988 - 2005

Attraktionen

Im Phantasialand gibt es sehr viele Indoor-Fahrgeschäfte, da ein Teil der Anwohner sich durch den Lärm des nahen Parks gestört fühlt, was auf die sehr zentrale Lage des Parks zurückzuführen ist. So wurde die Minenachterbahn Colorado Adventure nachträglich weiter verkleidet und 2002 mit Wuze Town ein neuer Themenbereich in einem eigenen Gebäude mit den beiden Drehachterbahnen Winjas Fear und Winjas Force, dem Schwerkraftturm Tittle Tattle Tree und einem Kinderland eröffnet.

1988 eröffnete mit dem Space Center die längste Dunkelachterbahn der Welt, welche 2001 umthematisiert wurde und seitdem unter dem neuen Namen Temple of the Nighthawk ihre Runden dreht.

Auch der 65 Meter hohe Bungee Drop Tower Mystery Castle (eine Abwandlung eines Freefall-Towers) wurde komplett verkleidet.

Als Wasser-Attraktionen gibt es die Wildwasserbahnen Stonewash Creek und Wildwash Creek, den Wasserspielplatz Octowuzy sowie den Rapid River River Quest, der in seiner Art einmalig in Europa ist.

Zur Saison 2006 bekam das Phantasialand eine neue Hauptattraktion namens Black Mamba, die am 24. Mai 2006 eröffnet wurde. Dies ist ein Inverted Coaster des Schweizer Achterbahnherstellers Bolliger & Mabillard. Bei der Fahrt wirken auf die Fahrgäste Kräfte von 0 bis 4,5 g. Aufregend sind auch die so genannten „Near Misses“. Damit sind Stellen gemeint, an denen man mit hoher Geschwindigkeit nur etwa 50 cm an Wänden oder ähnlichem vorbeifährt.

Am 23. Mai 2007 wurde der Suspended Top Spin „Talocan“ auf dem bisherigen Platz von Condor in Betrieb genommen. Außerdem wurde im September 2007 der Heege-Tower „Wirtl’s Taubenturm“ vor Wuze Town eröffnet.

Achterbahnen
Name Typ Besonderheit Eröffnung
Black Mamba Inverted Coaster Fahrt durch den aufwendig thematisierten Bereich Deep in Africa, erste Bahn mit Inversionen im Park 2006
Colorado Adventure Mine Train Coaster familientaugliche Fahrt in Lorenzügen durch eine Wild-West Landschaft und "Minen" 1996
Winjas Fear und Winjas Force Spinning Coaster die Bahnen besitzen Vertikalaufzüge und einzigartige Streckenelemente 2002
Temple of the Night Hawk Dunkelachterbahn größte Indoorachterbahnen der Welt, ehemals Space Center mit Weltraumthema 1988
Dark Rides (Themenfahrten)
Name Besonderheit Eröffnung
Geister Rikscha nach chinesischen Mythen gestaltete unterirdische Geisterfahrt mit Endloszugsystem und drehbaren Gondeln 1981
Gondelbahn 1001 Nacht unter der Schiene hängende Gondeln, Szenen aus den Geschichten aus 1001 Nacht, ältestes noch betriebenes Fahrgeschäft im Park 1968
Hollywood Tour Bootsfahrt mit Szenen aus bekannten Hollywood Filmen 1990
Silbermine das Endloszugsystem fährt durch eine Mine und vorbei an Szenen aus dem mexikanischen Bürgerkrieg mit über 130 Animatronics 1984
Auswahl anderer Attraktionen
Name Typ Bemerkung Eröffnung
Alt Berliner Dampfkarussell Pferdekarussell zweistöckiges Pferdekarussell in nostalgischer Thematisierung 1998
Feng Ju Palace Mad House chinesische Thematisierung 2003
Märchen Park Märchenwald die erste Attraktion mit der das Phantasialand 1967 eröffnete. Wegen Neu-Thematisierung (Wuze Town Theming) des Rundweges Ende der Sommersaison 2007 geschlossen 1967-2007
Mystery Castle Vertikalfahrt 65 Meter hoher Turm mit einzigartiger Kombination aus "Schlossführung" und einer Art Freifallturm (Bungee-Drop-Tower) 1998
Phantasialand-Jet Einschienenbahn Aussichtsfahrt mit einem Einschienenzug durch den ganzen Park inkl. Fahrt durch den Zeittunnel mit Szenen aus der Steinzeit und Dinosauriern 1974
Race for Atlantis Simulator/IMAX Simulation einer Unterwasserfahrt (ehemals Galaxy mit Raumfahrt-Thema) 1994
River Quest Rapid River besitzt die höchste Schussfahrt der Welt einer solchen Anlage 2002
Ronnies Spieleland Kinderbereich Kinderbereich am Brandenburger Tor mit Kinderriesenrad, Ballonkarussell, Bienchenflug und Kletterlabyrinth
Stonewash und Wildwash Creek Wildwasserbahnen die erste Attraktion dieser Art in Deutschland wurde zur Steigerung der Kapazität in 2 Bahnen aufgeteilt 1974 & 1992
Talocan Suspended Top Spin Azteken-Thematisierung und Europa-Neuheit (eines von 4 Suspended Top Spins weltweit) 2007
Tittle Tattle Tree Vertikalfahrt ähnlich einem Fallschirmturm innerhalb der Halle von Wuze Town 2002
Walzertraum Wasserfahrt ruhige Fahrt mit Rundbooten bei Walzermusik 1993
Wirtl’s Taubenturm Kinderattraktion Heege Tower mit 4 Gondeln, pro Gondel 2 Sitze, Wuze Town Thematisierung 2007
Wupi- und Wözlland Kinderbereich Kinderbereich auf der oberen Etage in Wuze Town mit Karussell, Mini-Autoscooter, Kinder-Freifallturm, 3 Spielbereichen und einem Edutainmentbereich 2002

Shows

Zu den aufwendigen Shows gehören die mit dem „Big E Award“ ausgezeichneten Artistik- und Illusionsshow Arachnomé als Nachfolger der ebenfalls mit dem „Big E Award“ ausgezeichneten Show L’Ar(c)tistique, die Eisrevue Unforgettable Volume 2 und die Comedy-Stuntshow Beat of the Bronx.

Die Shows im Phantasialand
Straßenunterhaltung im Phantasialand
Die Paraden im Phantasialand

Besondere Veranstaltungen

In den Herbstferien von Nordrhein-Westfalen fand bis Oktober 2006 das Lichterfest Festival der Lichter statt. Der Park hatte bis 21 Uhr geöffnet und wurde zum Anbruch der Dunkelheit mit verschiedenen Lichteffekten illuminiert. Abends fand die Lichterparade „Miracle of Light“ statt.

Seit 2002 gibt es eine Winteröffnung mit winterlichen Shows und Attraktionen wie einer Rodelbahn, Rentierreiten, Kindermotorschlitten, einer Eislauffläche oder Eisstockschießen. Kinder können im Weihnachtsmannbüro einen Weihnachtsmann besuchen und ihm ihre Wünsche mitteilen. Bei Anbruch der Dunkelheit wird vom Weihnachtsmann in einer Zeremonie der große Weihnachtsbaum am Modell des Brandenburger Tors illuminiert. Bis auf die Wasserattraktionen haben auch alle anderen Attraktionen im Winter geöffnet.

Seit 2004 findet einmal im Jahr der Fantasypride statt, ein Event für Lesben, Schwule und Freunde/innen, mit dem Phantasialand ein Zeichen für Toleranz setzt. Am 2. Dezember 2006 fand der Fantasypride unter dem Namen Snowpride erstmalig auch im Wintertraum statt.

Geschichte

Wikinger-Bootsfahrt (1981)

Das Phantasialand wurde 1967 von Gottlieb Löffelhardt und Richard Schmidt in einem ehemaligen Braunkohletagebaugebiet eröffnet und gehört zu den ältesten Freizeitparks Europas. Richard Schmidt hatte zahlreiche Fernsehpuppenspiele betreut. Um die Puppen aus dem Fundus in einem Märchenpark der Allgemeinheit zugänglich zu machen, schloss er sich mit dem Geschäftsmann und Schausteller Gottlieb Löffelhardt zusammen. Zunächst entstand rund um einen See ein Märchenpark zusammen mit einigen kleineren Attraktionen wie Oldtimerbahn und Western-Express. 1970 wurde mit der Gondelbahn 1001 Nacht der erste stationäre Dark Ride Deutschlands eröffnet. 1971 kam unter dem Außenbereich der Gondelbahn die Bottichfahrt hinzu (1993 durch den Walzertraum ersetzt).

1972 wurde mit „Alt-Berlin“ eine Nachbildung des Berlins der 1920er Jahre im Maßstab 1:2 geschaffen. Der neue Themenbereich beheimatete Kopien des Brandenburger Tors und Neptunbrunnens, sowie eine Version des Wintergartens, der verschiedene Varieté-, Magie- und Artistikshows beheimatet.

Panorama Alt-Berlin (2003)

Zwei Jahre später wurde der Westernbereich „Silver City“ mit der ersten Wildwasserbahn Deutschlands eröffnet und in den folgenden Jahren um die Achterbahn „Gebirgsbahn“ (1975) und den Powered Coaster „Bobbahn“ (1978), der später unter dem Namen „Grand Canyon Bahn“ bekannt war, erweitert. 1979 zerstörte ein Feuer die Piratenhalle, die daraufhin durch die Wikinger-Bootsfahrt ersetzt wurde.

Silver City mit Gebirgsbahn im Hintergrund (1984)

Im Frühjahr 1981 wurde nach zwei Jahren Bauzeit und einer 10 Millionen Euro Investition der Themenbereich „China Town“ eröffnet, für den ca. 1,3 Millionen Bauteile in der Volksrepublik China gefertigt und nach Brühl transportiert wurden. Dafür wurden Schmidt und Löffelhardt als erste Europäer mit der chinesischen Kulturmedaille ausgezeichnet. Zum 20. Geburtstag des Parks schenkten die Magier Siegfried und Roy 1987 dem Park die zwei weißen Königstiger „Vegas“ und „Siegroy“. Das extra für die Tiger gebaute Gehege bildete zusammen mit einer Ausstellung über Siegfried und Roy die Attraktion „Magic World of Siegfried & Roy“, die bis 1995 zu sehen war. Die beiden Magier gaben zum 25-jährigen Bestehen des Phantasialandes 1992 im Park selbst einen Gastauftritt.

Mit der Dunkelachterbahn „Space Center“ wurde 1988 der erste Teil eines Großprojektes eröffnet, das 1990 durch die Wasserthemenfahrt „Hollywood-Tour“ und den Restaurantkomplex „Petit Paris“, welches mit seiner Bühne auch als Veranstaltungsort dient, vervollständigt wurde. Die Weltraumthematik des Space Centers wurde 1994 mit der Simulatorfahrt „Galaxy“ aufgegriffen. Der „IMAX Ride“-Film, der aus den acht Fahrkapseln zu sehen ist, wurde eigens für das Phantasialand produziert und machte die Attraktion zu einer Weltneuheit. Seit der Saison 2006 wird der Flugsimulator unter neuem Namen betrieben: „Atlantis“. Das Weltraumthema ist somit nicht mehr im Phantasialand zu finden: Die Thematisierung orientiert sich an der berühmten versunkenen Stadt Atlantis.

1996 wurde die Minenachterbahn „Colorado Adventure“ von Michael Jackson eröffnet. Noch in der Nacht vor der Eröffnung verursachte ein Brand einen Sachschaden in Millionenhöhe. Das Feuer wurde durch Funkenflug bei Schweißarbeiten ausgelöst, 5 Arbeiter wurden leicht verletzt. [4] Kurze Zeit später wurde die Anlage aus Lärmschutzgründen stärker verkleidet. Bereits von Anfang an komplett verkleidet war das „Mystery Castle“, durch welches die Besucher seit 1998 geführt werden, um zum Abschluss mit einem „Bungee-Drop“, einem Free-Fall-Tower-ähnlichen Fahrgeschäft, zu fahren. Ebenfalls 1998 übernahm Robert Löffelhardt die alleinige Geschäftsführung des Parks, nachdem er ihn bereits seit 1995 zusammen mit seinem Vater Gottlieb führte.

Zu den Schattenseiten in der Geschichte des Parks gehört ein international beachteter Großbrand am 1. Mai 2001 mit 38 Millionen Euro Sachschaden. Das Feuer brach durch einen technischen Defekt in der Grand-Canyon-Achterbahn aus und zerstörte auch die benachbarte Gebirgsbahn und das Dach des Tanagra-Theaters. 70 Personen wurden leicht verletzt. Als Konsequenz legte der Park sich strengere Sicherheitsregeln auf und investierte knapp zwei Millionen Euro in den Brandschutz, um das Vertrauen der Besucher zurückzugewinnen.

Detail des Chinesischen Parkteils

Ein Jahr später eröffnete der komplett neue Themenbereich „Wuze Town“ mit zwei Achterbahnen und einem Paratower sowie der Rapid River „River Quest“ an der Stelle des alten Gebirgsbahnkomplexes und das Mad House Feng Ju Palace am Ort des alten Tanagra-Theaters.

Seit der Eröffnung des nach der Feng Shui-Lehre gebauten Hotels „Ling Bao“ im Sommer 2003 besitzt das Phantasialand neben der „größten Ansammlung chinesischer Gebäude außerhalb Asiens“ (China Town) auch das „größte chinesische Gebäude außerhalb Chinas“. Wie bei der China Town wurden auch beim Hotel viele Einzelteile aus China importiert und der Bau von über 140 chinesischen Facharbeitern durchgeführt. Das neue Hotel bewirkte eine Steigerung der Übernachtungszahlen und einen erhöhten Anteil ausländischer Gäste in Brühl. Bis 2007 firmierte das Hotel unter dem Namen „PhantAsia“, wurde aber im Zuge einer Neuorientierung gegenüber dem Gästeprofil in "Ling Bao" umbenannt, was übersetzt „heiliges Juwel“ bedeutet.

Bereits ein Jahr später 2004 wurden mit Eröffnung des Zeltlagers „Smookey's Digger Camp“ auch günstigere Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Im gleichen Jahr öffnete auch erstmals die Diner Show „Fantissima“ im neu gestalteten Christalleon Restaurant (ehemals Petit Paris) seine Pforten. Mit Artistik, Live-Musik, Gesang, Tanz und einem Gourmet-Menü machte die Show schnell auch über die Grenzen des Rheinlands hinaus von sich Reden. Seit der Saison 2006 läuft Fantissima fast das ganze Jahr.

In der Saison 2006 wurde der Park um den 22 Millionen Euro teuren Themenbereich Deep in Africa erweitert, zu der die Black Mamba als erste Achterbahn mit Überschlägen im Park gehört.

Am Ende der Saison wurde der Condor komplett abgebaut, um Platz für die Neuheit „Talocan“ zu schaffen, welche am 23. Mai 2007 offiziell ihren Betrieb aufnahm. Talocan bezeichnet einen „Suspended Top Spin“ aus dem Hause HUSS in Azteken Thematisierung. Im September 2007 wurde mit dem Heege-Hubseilturm „Wirtl's Taubenturm“ eine kleinere Attraktion eröffnet.

Am 12. Juni 2007 gab das Phantasialand in einer Pressekonferenz bekannt, dass der Themenbereich Deep in Africa um ein Hotel erweitert wird, welches den Namen Matamba tragen wird. Für das Hotel sind 120 Zimmer mit insgesamt 500 Betten sowie mehrere Konferenzräume geplant.

Am 8. Oktober 2007 begann der Abriss des Märchenwaldes, der seit der Gründung des Parks 1967 erhalten blieb. [5] Am 15.Januar 2008 begann der Abriss von Schloss Schreckenstein. Der ehemalige Märchenweg wurde erneuert und thematisch dem Themenbereich "Wuze Town" angepasst. Zudem wurden immergrüne Bäume und Sträucher eingepflanzt, um auch in der Wintersaison einen grünen Erholungsbereich bieten zu können. Des Weiteren wurden auf den ehemaligen Märchensee kleinere künstliche Inseln mit Bepflanzung angebracht.

Kritik

Das Phantasialand stößt in der Region auch auf Kritik. In der Vergangenheit wurde dabei vor allem die Lautstärke des Parks, eine Ausbreitung in Richtung Wohngebiet und die Zerstörung des Landschaftsbilds kritisiert.

Seit 2007 protestiert die „Bürgerinitiative 50TausendBäume“ gegen die Rodung eines 30 ha großen Waldstücks im Naturschutzgebiet zur Vergrößerung des Resorts.[6] Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist gegen das „Waldopfer“, da sie zum einen die Alternativen nicht ausreichend geprüft sieht und zum anderen den Wald wesentlich wichtiger für das Allgemeinwohl hält.[7] Die Befürworter des Ausbaus hingegen sehen dies als notwendig an, um im Wettbewerb mithalten zu können. Das Phantasialand hat inzwischen seine Ausbaupläne auf zunächst 16 statt 30 ha begrenzt.[8]

Literatur

 Commons: Phantasialand – Bilder, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. phantasialand.de: Die Geschichte
  2. Gesamtfläche: "Wuze-Town" fürs Phantasialand (WDR); Parkfläche: gemessen mit Google Earth-Polygonen
  3. Zusammenfassung der Quellen für diesen Abschnitt in der Diskussion
  4. Großbrand im Phantasialand (WDR)
  5. Alexandra Ringendahl: Märchenwald muss weichen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 9. Oktober 2007 (Stand: 15. Oktober 2007).
  6. Phantasialand soll deutlich wachsen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 12. November 2007 (Stand: 16. November 2007).
  7. Alexandra Ringendahl: Wald-Schützer gegen Westerweiterung. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 13. Dezember 2007 (Stand: 17. Dezember 2007).
  8. Wolfgang Kirfel: Phantasialand begnügt sich mit der Hälfte. In: Kölnische Rundschau. 06. Juni 2008 (Stand: 10. Juni 2008).