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Joachim Wach

Joachim Wach (* 25. Januar 1898 in Chemnitz; † 27. August 1955 in Chicago), ein Urenkel Felix Mendelssohn Bartholdys und Enkel Adolf Wachs, war ein deutscher Religionswissenschaftler und Soziologe.

Studium

Nachdem er 1916 das Notabitur abgelegt hatte, diente er als Soldat im Ersten Weltkrieg. Schon ab 1917 war er aber an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig immatrikuliert. Es folgten weitere Studien in München, Berlin und Freiburg im Breisgau, bevor Wach 1920 nach Leipzig zurückkehrte, um 1922 zu promovieren. Anschließend studierte er in Heidelberg, wo er schon 1924 die Habilitation ablegte.

Lehrtätigkeit

Wiederum in Leipzig erhielt Wach 1927 einen Lehrauftrag für Religionssoziologie. Zwei Jahre später folgte die Professur für Religionswissenschaft. Nachdem er bis 1935 in der Lehre tätig gewesen war, entzogen die Nationalsozialisten Wach aufgrund seiner Herkunft die Lehrbefugnis.

Erst 1945 konnte er auf dem Lehrstuhl für Religionswissenschaft an der Divinity School der University of Chicago wieder seiner Tätigkeit als Professor nachgehen. Dort verstarb er ein Jahrzehnt darauf im Alter von nur 58 Jahren.

Wach verdankt die Religionswissenschaft ihre wissenschaftstheoretische Grundlegung als empirische Disziplin, ihre Einteilung in einen historischen und systematischen Zweig. Wach hat Fragen des Verstehens in der Religionswissenschaft diskutiert. Er gehört zusammen mit Gustav Mensching zu den Klassikern einer religionswissenschaftlich orientierten Religionssoziologie.

Personendaten
Wach, Joachim
deutscher Religionsiwssenschaftler
25. Januar 1898
Chemnitz
27. August 1955
Chicago