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Wolany

Wolany

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Wolany
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Kłodzko
Geographische Lage: 50° 26′ N, 16° 31′ OKoordinaten: 50° 26′ 27″ N, 16° 30′ 56″ O
Höhe: 370 m n.p.m
Einwohner: 580 ([1])
Telefonvorwahl: (+48) 74
Kfz-Kennzeichen: DKL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Breslau

Wolany (deutsch Wallisfurth; bis 1735: Wernersdorf) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Wojewodschaft Niederschlesien. Es liegt zehn Kilometer westlich von Kłodzko und gehört zur Gemeinde Szczytna.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Wolany liegt am östlichen Fuße des Heuscheuergebirges. Nachbarorte sind Suszyna im Norden, Ruszowice, Tworów (Ludwigsdörfel) und Kamieniec im Nordosten, Roszyce und Szalejów Górny im Osten, Polanica Zdrój im Süden, Polanica Górna (Neuheide), im Südwesten sowie Chocieszów, Kopanka (Agnesfeld) und Niwa im Nordwesten.

Geschichte

Das spätere Wallisfurth wurde erstmals 1350 als Wernersdorf erwähnt. Auf Veranlassung Kaiser Karls VI. wurde es am 17. Juni 1735 nach dem damaligen Besitzer der Herrschaft Wernersdorf, dem Reichsgrafen und kaiserlichen General Georg Olivier von Wallis in Wallisfurth umbenannt. Wernersdorf/Wallisfurth war nach Oberschwedeldorf eingepfarrt und gehörte zum Glatzer Land, mit dem es die Geschichte seiner politischen und kirchlichen Zugehörigkeit von Anfang an teilte. Es bestand zunächst aus mehreren Anteilen, die zumeist verschiedenen Besitzern gehörten. Ab 1709 erwarb Georg Olivier von Wallis alle Anteile, so dass ihm ab 1723 die ganze Herrschaft Wernersdorf/Wallisfurth gehörte. Nach dem Tod seiner ersten Frau Maria Antonia von Götzen verheiratete er sich mit Maria Theresia von Kinsky. Sie wurde nach seinem Tod 1744 Vormund des gemeinsamen Sohnes Stephan Olivier von Wallis.

Nach den Schlesischen Kriegen kam Wallisfurth zusammen mit der Grafschaft Glatz 1763 mit dem Hubertusburger Frieden an Preußen. Mit Erreichung der Volljährigkeit nahm Stephan Olivier von Wallis 1770 die Güter seines Vaters in Besitz. Am 20. Mai 1783 verkaufte er die Herrschaft Wallisfurth und seine weiteren Besitzungen in der Grafschaft Glatz dem Ludwig Friedrich Wilhelm von Schlabrendorf auf Hassitz und Stolz. Dieser verkaufte ein Jahr später die Herrschaft Wallisfurth dem Wilhelm Alexander von Schoenaich-Carolath, der die Kolonie Agnesfeld gründete und an der Weistritz einen Eisenhammer errichtete. 1798 verkaufte er die Herrschaft Wallisfurth dem königlich preußischen General Ludwig Herzog von Württemberg.

Nach der Neugliederung Preußens gehörte Wallisfurth seit 1815 zur Provinz Schlesien und war 1816–1945 dem Landkreis Glatz eingegliedert. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel es 1945 wie ganz Schlesien an Polen und wurde in Wolany umgenannt. Die deutsche Bevölkerung wurde 1946 vertrieben. Die neuen Bewohner waren zum Teil Heimatvertriebene aus Ostpolen. 1975–1998 gehörte Wolany zur Woiwodschaft Wałbrzych.

Anteil Niederwernersdorf/Niederwallisfurth

Zu diesem Anteil gehörten 1797 neben dem Schloss zwei weitere Gutshöfe (Schlosshof und Werderhof), eine Kapelle, zwölf Bauern, sechs Gärtner und 61 Häusler sowie eine Mehl- und eine Schneidemühle, eine Brauerei, eine Ziegelei, eine Bleiche, ein Eisenhammer und einige Teeröfen.

Anteil Oberwernersdorf/Oberwallisfurth

Dieser Anteil hieß ursprünglich Oberwernersdorf und wurde später auch als der Zettritz bezeichnet. Das Gut war vermutlich zunächst im Besitz der Familie von Glaubitz (Glubos) und gehörte 1408 dem Hertil von Rankau. Er verkaufte das Gut 1409 an die Glatzer Augustiner-Propstei, die es 1543 dem Glatzer Hauptmann Hans Prag von Wellnitz weiter verkaufte, der ein Jahr später auch den Werder-Hof erwarb. Nach häufigen Besitzerwechseln war Friedrich von Zettritz Erbherr von Oberwernersdorf. Wegen dessen Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand wurde sein Gut 1625 konfisziert. Da er 1631 wiederum als Besitzer nachgewiesen ist, kann vermutet werden, dass ihm das Gut wieder zurück gegeben wurde. 1637 gehörte dieses Gut dem Leutnant Mühlanger von Mühlau, der auch einen Anteil von Albendorf besaß. Nach mehreren kurzfristigen Besitzerwechseln erwarb es 1666 Heinrich Hofer von Hoferburg, dem der Vettrische Hof in Niedersteine und das Freirichtergut in Reichenau gehörten. 1674 verkaufte er Oberwernersdorf dem Christoph Ernst von Donig, der bereits den Güsnerhof in Oberschwedeldorf eignete. Heinrich Wilhelm von Donig, mit dessen Tod 1728 die Linie der Donig von Zdanitz erlosch, verkaufte 1720 das Gut Oberwernersdorf dem Georg Olivier von Wallis.

Kolonie Agnesfeld / Kopanka

Auf einem gerodeten Forstgrund legte der damalige Besitzer der Herrschaft Wallisfurth Feldmarschall Georg Olivier von Wallis ein Vorwerk an, das als „Zimmerei“ bezeichnet wurde. 1795 hob Reichsgraf Schönaich-Corrolath das Vorwerk auf und errichtete auf dem dazu gehörigen Grund eine Kolonie, die nach seiner im selben Jahre geborenen Tochter Agnes „Agnesfeld“ benannt wurde. 1807 bestand Agnesfeld aus 12 Häusern und einem Kretscham. Es bildete eine eigene Landgemeinde und gehörte zum Amtsbezirk Wallisfurth. 1945 wurde es in Kopanka umbenannt.

Sehenswürdigkeiten

Verweise

Literatur

Weblink

Fußnoten

  1. http://mapa.szukacz.pl/html1/28/28668.html