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Alverdissen

Das Flecken Alverdissen ist ein Ort im Kreis Lippe, der kommunalpolitisch zur Stadt Barntrup, Nordrhein-Westfalen, Deutschland gehört.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Alverdissen liegt im Quellgebiet der Exter, eines linken Nebenflusses der Weser. Etwa 5 km südlich befindet sich die Stadt Barntrup.

Bevölkerung

Im Jahre 2005 lebten 1.846 Menschen in Alverdissen. Die Zahl der Männer übersteigt leicht die der Frauen.

Geschichte

Seine erstmalige Erwähnung findet der Flecken Alverdissen erstmals im Jahre 1151. Damals fand man ihn in einem Verzeichnis der Besitzungen des Stifts Herford als Alwerdessen.

Aufgrund der günstigen Lage (fruchtbarer Boden, Quellgebiet eines Flusses...) ist davon auszugehen, dass es bereits zu Zeiten von Karls des Großen hier bereits Siedlungen gab, die von Germanen bewohnt waren.

Um 1370 erhielt Alverdissen Stadtrecht, welches der Ort im Jahre 1424 vermutlich wieder verlor, da aufgrund von einer Fehde zwischen dem Edelherrn zur Lippe und dem Grafen von Schaumburg Alverdissen komplett zerstört wurde. Die Burg wurde ebenso in Mitleidenschaft gezogen.

Nach dem Wiederaufbau bekam Alverdissen den Status eines Fleckens. Zu der Zeit lebten dort zwischen 40 und 80 Menschen.

Im 16. Jahrhundert fasste die Reformation Fuß, so dass die Bevölkerung Alverdissens evangelisch wurde.

Seit 1724 gibt es ein Mausoleum, in welchem 9 Mitglieder der gräflichen Familie beigesetzt wurden. Gebaut wurde es auf Anordnung der damaligen Gräfin Dorothea Amalie zu Lippe.

1842/43 wurde eine große Kirche erbaut, welche heute der evangelisch-reformierten Gemeinde Alverdissen angehört. Die größeren Gotteshäuser gab es den Urkunden und Archiven zufolge bereits vor der Zerstörung der Stadt im 15. Jahrhundert.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Alverdissen zu einer Stadt der Landwirte und Ziegler. Das Leben war für die heimischen Familien nicht leicht, die Einkünfte aus der Landwirtschaft reichten meist nicht aus, so dass viele Männer sich der Arbeit als Ziegler, trotz der damaligen und für den heutigen Menschen unzumutbaren Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen, hingaben. So lebten im Jahre 1930 noch etwa 100 Ziegler in Alverdissen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Flecken Alverdissen durch die Erschließung der Zigarrenindustrie und sonstiger neuer Wirtschaftszweige ökonomisch belebt.

In den Jahren 1945 und 1946 zogen 570 neue Bewohner nach Alverdissen. Der Großteil von ihnen waren heimatvertriebene Kriegsflüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches.

Seit 1969 gehört Alverdissen zur Stadt Barntrup. Dies fassten viele Einwohner des Fleckens negativ auf, denn sie hatten das Gefühl, von einer Stadt „zu einem kleinen Ortsteil zu degradieren“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Einrichtungen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Fleckens


Ein sehr Bekannter Dichter aus dem Jahre 1657 namens Ludwig van Pferde pflegte zu sagen: ,,Pferde Herde de la chan son Herde Merde!!!

Dieser Spruch hält sich auch heute noch unter dem älteren Volk konstant als Begrüßung im öffentlichen Stil!

Redner und Pauker halten Ihre Reden mit einem solchen Spruch als Anfangszitat!