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Franz Fiedler (Fotograf)

Franz Fiedler (* 17. März 1885 in Proßnitz, Mähren ; † 5. Februar 1956 in Dresden) war ein Fotograf der Neuen Sachlichkeit.

Leben

Fiedler war Schüler von Hugo Erfurth, galt während der Fotografenlehre in Pilsen von 1901-1904 als Exzentriker, war 1905 in Hamburg bei Rudolf Dührkoop (wiederholt 1912) und 1908-1911 bei Hugo Erfurth in Dresden Ateliermitarbeiter.

Bei der Weltausstellung 1911 in Turin gewann er einen ersten Preis, stellte 1913 in Prag aus und gehörte dort dem Kreis um Jaroslav Hasek und Egon Erwin Kisch an. Er heiratete 1916 in Dresden Erna Hauswald und bezog sein Atelier in der Sedanstraße 7. Seit 1919, gleichzeitig mit seiner Freundschaft zu Madame d'Ora, Dora Kallmus aus Wien, die wenig später nach Paris gehen sollte, begann er die Arbeit mit der 9x12 Klappkamera und war seit 1924 einer der ersten Berufsfotografen mit der Leica. Nach dem Atelierausbau 1925, nahm er 1929 an der Ausstellung 'film und foto' in Stuttgart teil.

Die vorbildliche Publikation über die Stadt Dresden im Geist der Neuen Sachlichkeit, einem der ersten topografischen Bildbände, die nach den Prinzipien der neuen Fotografie entstanden sind, stellt einen bedeutenden Wendepunkt in seinem Schaffen dar.

Fiedlers Atelier wurde am 13. Februar 1945 zerstört; lediglich eine Kiste mit Ausstellungsaufnahmen, die er bei seiner Familie vor den Kriegswirren in der Mähren eingestellt hatte, ist auf die Nachwelt gekommen. Nach 1945 hatte er kein eigenes Atelier mehr und lebte als Verfasser von Fotohandbüchern in der DDR. Anneliese Kretschmer (Dortmund) ist eine seiner Schülerinnen.

Literatur

Personendaten
Fiedler, Franz
Fotograf der Neuen Sachlichkeit
17. März 1885
Proßnitz, Mähren
5. Februar 1956
Dresden