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Falchion

Das Falchion, Fauchon oder auch Malchus ist eine einschneidige Hiebwaffe, welche vom Hochmittelalter über das Spätmittelalter bis in die frühe Renaissance in Gebrauch war.

Anhand diverser Ähnlichkeiten liegt die Vermutung nahe, dass sich das Falchion aus dem nordischen Langsax entwickelt hat. Allerdings kann diese Kontinuität zur Zeit nicht belegt werden. Die häufig postulierte Verwandtschaft zu orientalischen "Sarazenensäbeln" ist allerdings nicht gegeben, das Falchion ist keine Säbelwaffe, sondern vom Typus her dem Schwert näher verwandt. So war auch das Heft eines Falchions lange Zeit mit dem eines normalen Schwertes mit Parierstange und Knauf identisch.

Der Nikosthenes-Maler (Griechenland, c.a. 520 v. Chr.) hinterließ uns auf einer seiner Keramikmalereien, eine Hoplitendarstellung, die eindeutig ein Falchion zeigt. Das Falchion und das Kopis waren bereits seit dem 6. späten Jahrhundert vor Christus in Griechenland in Gebrauch und sind wahrscheinlich ein orientalischer bzw. Persischer Einfluss. Falchion und Kopis sind Wörter griechischen Ursprunges.

Falchions treten in unterschiedlichen Formen auf. Von schlichten graden Klingenrücken und bauchig-wuchtiger Klinge bis zu abgewinkelten Rücken und schlankerer Klinge tauchen die verschiedensten Variationen auf.