Heim

South Ronaldsay

South Ronaldsay gehört zu den Orkney und hat bei einer Länge (Nord - Süd) von 12 km und einer max. Breite von 8,5 km eine Fläche von 49,8 km². Ihr Name leitet sich von Rognvalds südliche Insel ab. Höchste Erhebung der fast baumlosen Insel ist der im Zentrum gelegene 119 m hohe Ward Hill.

Hauptort der 850 Einwohner zählenden Insel und Ausflugsziel der Bürger von Kirkwall ist der alte Fähr- und Fischerhafen St. Magaret's Hope an der Nordküste. Hier soll im Jahre 1290 n. Chr. die gleichnamige 7-jährige norwegische Prinzessin verstorben sein (bekannt als "Mädchen von Norwegen"), die Königin von Schottland werden sollte. Dort legen gelegentlich Personenfähren aus Schottland an.

Fährverbindungen bestehen ab St. Magaret's Hope zum schottischen Hafen Gill's Bay (Ro-Ro-Fähre der Pentland Ferries Ltd.) und ab Burwick Pier im Süden mit einer Personenfähre nach John O'Groats (JOG-Ferries). Zur Hauptinsel der Orkney, Mainland mit dem (Hauptort) Kirkwall und dem Flughafen, führt eine im Zweiten Weltkrieg gebaute Straße, die über die Nachbarinseln (Burray) und die vier Dämme der Churchill Barriers führt. Es bestehen regelmäßige Busverbindungen nach Kirkwall. Auf South Ronaldsay können Gäste in Hotels und Privatquartieren (B&B) unterkommen.

Im Nordwesten von South Ronaldsay liegt der kleine, während der Blüte der Heringsfischerei in der ersten Hälfte des 19. Jh. entstandene Fischerort Herston Village. Südlich davon liegen auch die beeindruckenden Klippen und Felsformationen von Harrabrough. Direkt nördlich befindet sich ein schöner Sandstrand. Nur wenige hundert Meter nördlich liegen die wenig nur aussagekräftigen Ruinen des Brochs Howe of Hoxa. Ganz im Westen der Insel befinden sich am Hoxa Head Reste von Geschützstellungen, die die strategische Bedeutung der Insel im Zweiten Weltkrieg widerspiegeln.

Die im Süden gelegene Liddle Farm [1], hat ein Privatmuseum nahe zweier Ausgrabungsstätten. Hier befindet sich der Isbister Cairn, ein auch Tomb of the Eagle genanntes, ca. 5.000 Jahre altes rund 8 m langes Kammergrab (Megalithanlage) unter einem ovalen Hügel. In der Nachbarschaft sind die Reste des Liddle Burnt Mound einem bronze- oder eisenzeitlichen "Ancient cooking place" zu besichtigen, wo Nahrung scheinbar mit Hilfe erhitzter Steine gegart wurde. Zahlreiche Fundstücke die der Besitzer der Farm R. Simison zum Teil selbst ausgegraben hat (darunter einige Schädel) können in seinem kleinen Privat-Museum besichtigt und angefasst werden.

Eine andere Sehenswürdigkeit im Süden der Insel ist die Old St. Mary's Church bei Burwick. Die heutige Kirche steht auf der vermeintlich älteste Gründung auf Orkney und damit Schottlands. Hier wird der Church Stone aufbewahrt. Der runde graue Stein ist ein Inaugurationsstein, in den zwei Fußabdrücke eingetieft sind. Ähnliche Steine gibt es in Dunadd und auf den Shetlands.

Koordinaten: 58° 47′ n. Br., 2° 57′ w. L.