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Polnische Verfassunggebende Nationalversammlung (1919–1922)

Die Polnische Verfassunggebende Nationalversammlung (Sejm Ustawodawczy) war ein Ein-Kammer-Parlament, das zwecks Verfassunggebung in dem wieder entstandenen polnischen Staat am 26. Januar 1919 demokratisch gewählt wurde.

Das Parlament begann seine Arbeit Mitte Februar. Als erste wurde am 20. Februar 1919 die vorläufige Verfassung („mała Konstytucja“) beschlossen, die u.a. den Machtanspruch von Józef Piłsudski als Staatschef („Naczelnik Państwa“) bestätigt hatte.

Die endgültige Verfassung wurde am 17. März 1921 verabschiedet, zuvor hatte man andere wichtige Gesetze wie z.B. die o.g. Vorläufige Verfassung oder das Gründungsstatut der Woiwodschaft Schlesien beschlossen.

Die Verfassunggebende Nationalversammlung arbeitete bis zum 28. November 1922, d.h. bis das von der März-Verfassung vorgesehene Zwei-Kammerparlament (mit Sejm und Senat) seine Arbeit aufgenommen hat.