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Messinium

System Serie Stufe ≈ Alter (mya)
höher höher höher jünger
Neogen Pliozän Gelasium 1,806–2,588
Piacenzium 2,588–3,6
Zancleum 3,6–5,332
Miozän Messinium 5,332–7,246
Tortonium 7,246–11,608
Serravallium 11,608–13,65
Langhium 13,65–15,97
Burdigalium 15,97–20,43
Aquitanium 20,43–23,03
tiefer tiefer tiefer älter

Das Messinium ist die oberste chronostratigraphische Stufe des Miozäns (Neogen). Sie entspricht ungefähr dem Zeitraum von 7,246 (+/- 0,005) Millionen bis etwa 5,332 (+/- 0,005) Millionen Jahren. Die Stufe folgt auf das Tortonium und wird vom Zancleum, der unteren Stufe des Pliozäns abgelöst.

Inhaltsverzeichnis

Namengebung

Die Stufe ist nach der Stadt Messina auf Sizilien (Italien) benannt. Die Stufe und der Name wurden vom schweizerischen Geologen Karl Mayer-Eymar 1867 eingeführt. Das offizielle Typprofil der Internationalen Kommission für Stratigraphie ("Global Stratotype Section and Point") ist ein Profil bei Oued Akrech, in der Nähe von Rabat (Marokko).

Definition

Die untere Grenze der Stufe ist durch das letzte gemeinsame Vorkommen der kalkigen Nannofossil-Art Discoaster kugleri und der planktonischen Foraminiferen-Art Globigerinoides subquadratus definiert. Die Grenze ist assoziiert mit der kurzen normal-polaren Magnetischen Polaritäts-Subchrone C5r.2n. Die obere Grenze liegt ist durch das unterste Vorkommen der planktonischen Foraminiferen-Art Globorotalia conomiozea definiert. Die Grenze liegt etwa in der Mitte der Magnetischen Polaritäts-Chronozone C3Br.1r.

Messinische Salinitätskrise im Mittelmeer

Während des Messiniums trocknete das Mittelmeer weitgehend aus und es bildeten sich in den tiefsten Beckenteilen bis zu 3000 m mächtige Evaporit-Folgen.

siehe Artikel Messinische Salinitätskrise

Literatur