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Eugène Gigout

Eugène Gigout (* 23. März 1844 in Nancy; † 9. Dezember 1925 in Paris) war ein französischer Organist und Komponist.

Seine erste musikalische Ausbildung erfolgte an der Kathedrale zu Nancy, im dortigen Knabenchor. 1857 wurde er an der Ecole Niedermeyer in Paris aufgenommen und erhielt Unterricht bei Camille Saint-Saëns (1835-1921) und Gustave Lefèvre. Nach einer umfassenden Ausbildung in Gregorianik, Orgelmusik und dem Werk Johann Sebastian Bachs (1685-1750) machte Gigout den Abschluss und blieb als Lehrer an der Ecole Niedermeyer. Zu seinen Schülern gehörten Gabriel Fauré und Léon Boëllmann (1862-1897).

1863 wurde Gigout zum Organisten der Pariser Kirche St. Augustin ernannt, eine Stelle die er bis zu seinem Tod über 62 Jahre hinweg innehaben sollte. 1868 erhielt die Kirche eine große Aristide Cavaillé-Coll-Orgel, die ihn zu Kompositionen anregte und auf der er zahlreiche Konzerte gab. Dabei machte er sich schnell einen Namen als Improvisator und Virtuose auf seinem Instrument.

Gigout gründete 1885 eine Schule für Improvisation die er bis 1911 leitete, um dann in die Nachfolge Alexandre Guilmants am Conservatoire de Paris zu wechseln. Gigout komponierte ausschließlich für Orgel. Sein bekanntestes Werk ist die Toccata in h-moll.

Personendaten
Gigout, Eugène
französischer Organist und Komponist
23. März 1844
Nancy
9. Dezember 1925
Paris