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Gebück

Ein Gebück (landschaftlich auch: Knick, Geknick, Hag, Gehag) ist ein natürliches Annäherungshindernis in Form einer undurchdringlichen Hecke. Diese wird erzeugt, indem junge Bäume gepflanzt werden, deren Stämme nach unten gebogen (gebückt) oder geknickt und miteinander verflochten werden. Meistens wurde ein Gebück durch Wälle und Gräben begleitet, um seine Schutzwirkung zu verstärken.

Im Spätmittelalter wurden so Landesbefestigungen, Landwehr genannt, angelegt. Auch das Vorfeld einer Burg wurde oft durch Gebück gesichert.

Die Gebücke wurden später nicht mehr gepflegt, so dass die jungen Triebe der Bäume ungehindert in die Senkrechte wachsen konnten. Dennoch sind z. B. vom Rheingauer Gebück noch heute vereinzelte Bäume anhand ihres Alters und ihres vom früheren Bücken geprägten Wachstums als ehemaliger Teil der Anlage zu erkennen.