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Poilus

Poilus (franz. die Haarigen, die Bärtigen) ist eine französische umgangssprachliche Bezeichnung für Frontsoldaten des Ersten Weltkrieges. Sie entspricht in etwa dem deutschen Begriff Landser für einen einfachen Soldaten.

Der Name resultiert aus dem Umstand, dass während der Kampfeinsätze in den Schützengräben die Versorgung mit Wasser teilweise unzureichend war und sich die Soldaten deshalb in der Zeit des Einsatzes nicht rasieren konnten. Wie in vielen Armeen entwickelte sich auch unter den Poilus eine eigene Sprache mit bestimmten eigenen Begriffen, welche teilweise auch in die französische Umgangssprache Eingang gefunden haben z.B. Pinard = billiger Rotwein, gnôle = Schnaps.

Henri Barbusse beschrieb in seinem Roman Le Feu (Originalausgabe 1916, deutsch Das Feuer 1917) sehr bildhaft die erbärmlichen Lebensumstände der Poilus im 1. Weltkrieg.

Louis de Cazenave (1897–2008) und Lazare Ponticelli (1897-2008) waren die letzten beiden offiziell anerkannten Veteranen des Ersten Weltkriegs.

Einzelnachweise