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Circus Roncalli

Der Circus Roncalli ist ein deutscher Zirkus. Gegründet wurde er 1976 von Bernhard Paul und André Heller. Der Name des Zirkus stammt von dem bürgerlichen Namen des damals noch sehr populären Papstes Johannes XXIII. (Angelo Giuseppe Roncalli), nach dem in Köln der Platz vor dem Dom Roncalliplatz benannt ist. Nach der ersten Saison trennten sich Paul und Heller im Streit um Konzept und Rechte, der jahrelang andauerte. Viele Zuschauer - besonders in München - trauerten dem "ersten" Roncalli von damals nach, so z.B. Charlotte Kerr in der Süddeutschen Zeitung 7. September 1976. Die erste Tournee begann am 18. Mai 1976 in Bonn und endete abrupt am 16. August 1976 in München. (Programm: "Die größte Poesie des Universums").

Inhaltsverzeichnis

Das Winterquartier

Das Winterquartier des Circus Roncalli befindet sich seit 1984 im Neurather Weg 7 in Köln-Mülheim. Das Gebäude gehörte früher dem Circus Williams und wurde zwischen 1984 und 1986 nach Bernhard Pauls Plänen umgestaltet, um den Circus Roncalli mit seiner Ausrüstung beherbergen zu können. Die offizielle Einweihung fand am 27. April 1986 statt. Auf dem Gelände befinden sich nicht nur das Winterquartier, sondern auch große Hallen, in denen die Wagen gestaltet und renoviert werden, an den Kostümen gearbeitet wird und die Ausstattung des historischen Jahrmarkts in Ordnung gehalten wird. Auch befindet sich auf dem Gelände die Lagerhalle mit den mehr als 100 Zirkuswagen von Roncalli.

Projekte

Im Laufe der Jahre entstanden verschiedene Projekte in Zusammenarbeit mit dem Circus Roncalli:

Das geplante Roncalli-Museum

Bernhard Paul besitzt eine der größten Zirkus-Sammlungen Europas. Zu seiner Sammlung gehören viele alte Kostüme, Tausende von Büchern über den Zirkus, Plakate und Exponate von Charlie Rivel bis hin zu Grock. Das Museum ist noch nicht eröffnet.

Roncalli Weihnachtscircus

Seit 2004 veranstaltet der Circus im Berliner Tempodrom von Dezember bis Januar ein spezielles Weihnachtsprogramm, welches sich großer Beliebtheit erfreut. Auch in den kommenden Jahren ist damit zu rechnen dass der Circus wieder in die Hauptstadt kommt. Das Tempodrom ist für diesen Zweck bestens geeignet, bietet es doch bis zu 2500 Gästen Platz.

Transport

Bernhard Paul bevorzugt Bahntransport und setzt daher als einer der letzten europäischen Zirkusse auf Zirkuszüge auf der Schiene. Bahntransporte erweisen sich aber als zusehends schwieriger da etwa die Deutsche Bahn geeignete Laderampen häufig nicht mehr in Betrieb hat. Nach einem Bericht in Bahn TV im März 2007 erwägen Kundenberater der DB AG, noch vorhandene Laderampen der Bundeswehr oder der Britischen Rheinarmee in Deutschland für Zirkuszüge zu verwenden.