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Nassersee

Nassersee
Nassersee
Geographische Lage: südl. Ägypten
Zuflüsse: Nil
Abflüsse: Nil
Städte am Ufer: Assuan, Wadi Halfa
Daten
Koordinaten 23° 10′ 2″ N, 32° 47′ 18″ OKoordinaten: 23° 10′ 2″ N, 32° 47′ 18″ O
DEC
Höhe über Meeresspiegel 183 m
Fläche 5.250 km²dep1
Mittlere Tiefe 25 mdep1

Der Nassersee (arabisch بحيرة ناص‎, Buhairat Nāssir), benannt nach dem ehemaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser ist der in Ägypten durch den Staudamm as-Sadd al-Āli (السدّ العالي‎, auch als Assuan-Hochdamm bekannt) im Niltal entstandene Stausee, der südlich von Assuan liegt. Ein Teil des Sees befindet sich auch im Sudan, bei Wadi Halfa, wo er Nubia-See heißt.

Der See ist etwa 500 km lang, seine Breite schwankt je nach Geländetopographie zwischen 5 und 35 km und sein Wasserinhalt umfasst etwa 165 Milliarden m³.

Der See grenzt an die Abu Simbel-Ruine

Die Vorteile der durch diesen Staudamm möglichen Regulierung der Wasserdurchflussmengen des Nils im Bereich der landwirtschaftlich genutzten Randzonen werden durch die Tatsache beeinträchtigt, dass durch das Ausbleiben der jährlichen Überschwemmungen die Verfrachtung der hochnährstoffhaltigen Nilschlämme gleichfalls ausbleibt. Hierdurch ist die Fruchtbarkeit der Agrarflächen stark gesunken. In zunehmendem Maß wird nun von den Bauern mehr Mineraldünger zum Ausgleich des Nährstoffentzugs durch die Nutzpflanzen eingesetzt.

Der Anstieg des Grundwasserspiegels in der Peripherie des Nassersees bedrohte zwischenzeitlich auch einige der im oberen Niltal befindlichen Baudenkmäler des Alten Ägypten.

Der See beziehungsweise der Assuan-Staudamm ist auch der Grund, warum das Nildelta nicht mehr weiter ins Meer vorgeschoben, sondern durch die Brandung abgetragen wird.

Momentan entsteht am Nasser-See im Rahmen des Toshka-Projekts eine gigantische Pumpstation, um große Wüstengebiete westlich des Nils mit Wasser zu versorgen.

Siehe auch