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Birsel Lemke

Birsel Romey Lemke (* 1950) ist eine türkische Umweltschützerin.

1975 bis 1985 lebte sie in Deutschland. 1987 bis 1990 war sie Mitglied der Grünen in der Türkei, 1990 gründete sie die Bürgerinitiative HAYIR („nein“) gegen Goldminenprojekte an der türkischen Ägäisküste. Unter dem Motto „Oliven sind unser Gold“ protestierte HAYIR gegen die Zerstörung der jahrtausendealten Kulturlandschaft. Birsel Lemke ist verheiratet mit dem Deutschen Jochen Lemke, die Schauspielerin Ayşe Romey ist ihre Tochter.

Für ihren „lang anhaltenden Kampf zum Schutz ihres Landes vor der Zerstörung durch den Abbau von Gold mit Blausäure-Einsatz“ wurde Birsel Lemke 2000 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Die Verbreitung des Schlüsselromans Esra (2003) von Maxim Biller, der biographische Details über Lemke und Romey enthält, wurde gerichtlich untersagt, da Romey ihren Unterlassungsanspruch durchsetzen konnte.[1][2] Am 13. Februar 2008 verurteilte das Landgericht München I den Autor und den Verlag Kiepenheuer & Witsch, bei dem das Buch erschienen war, zur Zahlung von 50.000 Euro Entschädigung an seine frühere Freundin[3].

Einzelnachweise

  1. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 21. Juni 2005, Az. VI ZR 122/04
  2. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 13. Juni 2007, Az. 1 BvR 1783/05
  3. LG München I: Schmerzensgeld für «Esra», beck-aktuell-Redaktion, C. H. Beck, 14. Februar 2008
Personendaten
Lemke, Birsel
türkische Umweltschützerin
1950