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Tafelvulkan

Ein Tafelvulkan ist ein Vulkan mit einer relativ flachen und breiten Oberfläche und sehr steilen, oft auch sehr erodierten Wänden.

Er entsteht bei einem Vulkanausbruch unter einem dickem Eisschild. Das Eis fängt unter Einwirkung der Hitze darunter an zu schmelzen. Die ausströmende Lava wird zunächst unter dem Druck von Eis und Schmelzwasser zu Kissenlava und bildet einen leichten Hügel. Bei weiterem Anhalten des Ausbruchs nimmt der Wasserdruck von oben ab, weil sich der Hügel weiter aufbaut und der Eisoberfläche nähert.

Schließlich wird diese durchbrochen. Bei dem nunmehrigen Vulkanausbruch an der Oberfläche entweichen explosionsartig Gase und Wasserdampf. Die ausströmende Lava wird hierbei zertrümmert, lagert sich als Palagonit um den Schlot ab. Über der Eisoberfläche bauen sich weitere Lavaschichten ab.

Schließlich schmilzt der (Eiszeit-)Gletscher und der Berg steht in seiner heutigen Form da.

Als Musterbeispiel eines solchen Tafelvulkans dient der Berg Herðubreið (1682 m) im Isländischen Hochland.

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