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Trompetenkupplung

Eine Trompetenkupplung
Zwei mittels Trompetenkupplung verbundene Straßenbahnen

Die Trompetenkupplung, auch Rundbolzenkupplung genannt, ist eine einfache Mittelpufferkupplung, also eine Kupplung zum Verbinden von Schienenfahrzeugen.

Im Unterschied zur Trichterkupplung mit Flachbolzen und ungleichmäßiger Trichterform hat die Trompetenkupplung eine weitestgehend runde Ausführung des Trompeten-Trichters zur Einführung des Kuppelbolzens, beide haben jedoch ein sehr ähnliches Funktionsprinzip.

In der Anfangszeit der Straßenbahnen und bei Schmalspurbahnen war sie weit verbreitet. Sie wurde bis in die 1950er häufig eingesetzt, ist 2005 jedoch nur noch bei wenigen Betrieben – so in Augsburg und Wien als Hilfskupplung oder in Bern – anzutreffen.

An den Fahrzeugen sind die Kupplungsschäfte befestigt, die über eine Schrauben- oder Evolutfeder die auftretenden Kräfte auffangen. Der Kupplungskopf ist rund, mit einer meist kreisrunden Innenbohrung. Die Verbindung der beiden Kupplungen erfolgt über einen Bolzen, der in die Bohrungen beider Kupplungen gesteckt wird und jeweils mit einem Sicherungsstift befestigt wird.

Ein automatisches Kuppeln ist bei dieser Bauart nicht möglich, auch die Verbindungen für beispielsweise Licht- und Bremsleitungen müssen getrennt hergestellt werden. Viele Betriebe ersetzten daher die Trompetenkupplung durch die Albertkupplung, bei der der zum Kuppeln benötigte Bolzen entfällt, oder durch eine automatische Mittelpufferkupplung wie die Scharfenbergkupplung oder die BSI-Kompaktkupplung.