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Can (Band)

Can
Gründung 1968
Genre Krautrock, Psychedelic Rock
Website http://www.spoonrecords.com
Aktuelle Besetzung
Schlagzeug Jaki Liebezeit
Keyboard Irmin Schmidt
Bass Holger Czukay
Gitarre Michael Karoli (†)
Gesang Malcolm Mooney
Ehemalige Mitglieder
Bass Rosko Gee (1977–1978)
Gesang Damo Suzuki (1970-1973)
Perkussion, Gesang Rebop Kwaku Baah (1977-1979)

Can war eine Rockband aus Deutschland. Sie gilt als eine der innovativsten und einflussreichsten Krautrock- bzw. Psychedelic-Rock-Bands.

Inhaltsverzeichnis

Werdegang

Can wurde 1968 in Köln gegründet. Die Rockgruppe hatte 1968 bis 1969 ihr Studio im Schloss Nörvenich in der Nähe von Düren eingerichtet. Teile ihres zweiten Albums Monster Movie wurden hier aufgenommen.

Nachdem der Sänger Malcolm Mooney die Band verließ, bildete sich 1970 die klassische Besetzung aus Irmin Schmidt (Tasten), Holger Czukay (Bass und später auch Elektronik), Michael Karoli (Gitarre), Jaki Liebezeit (Schlagzeug) und Damo Suzuki (Gesang). Diese Formation bestand mit Veränderungen bis 1978. Das Management übernahm Hildegard Schmidt, Irmin Schmidts Frau.

In den 1980er Jahren kamen die Bandmitglieder nochmals zu Aufnahmen und Konzerten zusammen.

In den 1990er Jahren gab es Live-Veranstaltungen, die mit Can Solo Projects betitelt wurden. Bei diesen Konzerten traten die ehemaligen Mitglieder mit ihren eigenen neuen Projekten auf (so z.B. mit dem Symphonieorchester Osnabrück)

Michael Karoli verstarb am 17. November 2001 infolge einer Krebserkrankung.

2003 bekam Can den deutschen Musikpreis Echo für ihr Lebenswerk.

Einflüsse

Von Anfang an standen Can abseits der Tradition des Rock 'n' Roll, was wohl darauf zurückzuführen war, dass zwei ihrer Musiker (Czukay und Schmidt) aus der Klassischen Musik kamen und dort mit Karlheinz Stockhausen zusammentrafen. Ein Mitarbeiter von Stockhausen, der Komponist, Flötist und Live Elektroniker David Johnson gehörte zu den Gründungsmitgliedern von Can, verließ die Band jedoch vor der ersten Plattenproduktion, da er die Wendung zu Rock ablehnte.

Der einzige, der zur Gründung Erfahrung im Bereich Rockmusik aufweisen konnte, war der junge Gitarrist Karoli, der bereits in verschiedenen Beatgruppen gespielt hatte. Zudem brachte der Schlagzeuger Liebezeit, der sich zuvor mit Jazz und eine Zeit lang auch mit Free Jazz beschäftigt hatte, einen weiteren Kontrast in die musikalische Kommune, die vor allem in den Anfangstagen einen Schwerpunkt auf improvisierte Musik legte.

Ein anderer Einfluss, der alle Mitglieder der Formation prägte, war Weltmusik bzw. internationale Folklore aus allen Teilen der Erde. Teilweise behaupteten sie sogar, jegliche Geräusche in ihre Musik aufnehmen zu wollen.

Im Laufe ihres Schaffens kamen ständig neue Einflüsse, wie Diskomusik oder auch technische Neuerungen hinzu, wodurch sich ihr Klangbild nach und nach veränderte.

Diese ständigen Veränderungen und die eigentümlichen Ansichten zur Zusammenarbeit im Kollektiv führten immer wieder zu Besetzungswechseln, obwohl der Kern stets erhalten blieb.

Ihr entscheidender Beitrag zur Musikgeschichte liegt darin, dass sie wie keine andere Band eine von der klassischen Liedstruktur unabhängige Ästhetik repetitiver Klangkompositionen entwickelten. Damit sind Can richtungsweisend für die Musik der späten 1980er und 1990er Jahre. Insbesondere die elektronische Musik dieser Jahre (Ambient, Drum'n'Bass, Easy Listening) beruht auf den ästhetischen Innovationen von Can.

Des Weiteren haben sie auch Musiker im Bereich der Rockmusik (z. B. Sonic Youth, Radiohead und The Fall) auf verschiedenen Ebenen beeinflusst, obwohl sie immer behaupteten keine Rockband zu sein. Die US-amerikanische Rockband The Mooney Suzuki hat sich nach den Nachnamen der beiden Can-Sänger benannt, darüber hinaus sind musikalische Einflüsse hingegen nicht festzustellen.

Einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde der Song Spoon als Titelmusik zum Durbridge-Film Das Messer. Für viele weitere Filme (u.a. auch für die Tatort-Folge Tote Taube in der Beethovenstraße den Song Vitamin C von der LP Ege Bamyası) produzierten sie die Soundtracks.

Auf seinem Album „Graduation“ (2007, Roc-A-Fella Records) benutzt Kanye West ein Sample aus Sing Swan Song für Drunk and Hot Girls.

Der Experimentalkomponist Karlheinz Essl hat mit Father Earth (erschienen 2007 auf seinem Release SNDT®X) eine Hommage an CAN geschaffen, die sich auf Mother Sky (aus der 1970er LP Soundtracks) bezieht.

Diskografie

Alben

Singles

Bootlegs

Literatur