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Buell Neidlinger

Buell Neidlinger (* 2. März 1936 in Westport, Connecticut) ist ein amerikanischer Kontrabassist (auch Cellist) und Hochschullehrer.

Als Kind wurde Neidlinger auf dem Cello unterrichtet, als Heranwachsender spielte er, nach Unterrichtsstunden bei Walter Page, Bass in unterschiedlichen Jazzbands, jammte aber auch mit dem Chicagoer Pianisten Joe Sullivan. Am College in Yale hatte er eine eigene Band, spielte aber auch mit den Musikern von Fats Waller, mit Rex Stewart, Vic Dickenson, Coleman Hawkins und Eddie Condon. Ab 1955 spielte er sowohl mit Herbie Nichols als auch mit Cecil Taylor, mit dem er in verschiedenen Formationen auch an Aufnahmen aus den frühen 1960ern beteiligt ist. Außerdem spielte er mit Steve Lacy, mit Gil Evans und mit Jimmy Giuffre zusammen, wurde aber auch von Gunther Schuller für dessen Third Stream-Produktionen engagiert. Anschließend setzte er sich intensiv mit der neuen Tonsprache der Neuen Musik auseinander (John Cage, Mauricio Kagel, Robert Crumb). Er wurde zunächst am New England Conservatory, später dann an der CalTech Hochschuldozent. In Los Angeles war er auch an Plattenaufnahmen mit Jean-Luc Ponty und Frank Zappa beteiligt. In den 1970ern war er Bassist des Kammerorchesters von Los Angeles; außerdem gründete er aber eine Bluegrass-Band namens Buellgrass. Anschließend nahm er wieder eine Reihe von Jazzplatten auf, die zum Teil auf dem gemeinsam mit Tenorsaxophonisten Marty Krystall gegründeten eigenen Label K2B2 erschienen.

Literatur

Kunzler Jazzlexikon 2002

Personendaten
Neidlinger, Buell
amerikanischer (Jazz-)Bassist
2. März 1936
Westport, Connecticut