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Otto Graf

Otto Graf (* 8. März 1892 in Zamdorf; † 1. September 1971 in München) war ein deutscher Politiker zunächst der KPD und später der SPD.

Leben und Wirken

Graf war Sohn eines Ziegeleibesitzers und besuchte nach dem Gymnasium ein Lehrerseminar. Anschließend war er Lehrer. Zeitweise war er auch Privatlehrer. Vor dem ersten Weltkrieg war Graf Mitglied im Alldeutschen Verband. Während des Krieges war er Soldat.

Nach dem Krieg arbeitete Graf 1919 und 1920 als Lehrer in München. Im Jahr 1919 trat er der KPD bei und arbeitete 1920 und 1921 als Redakteur des Parteiblattes „Neue Zeitung.“ In dieser Zeit war er Mitglied des bayerischen Landtages und Fraktionsvorsitzender seiner Partei.

Im Jahr 1921 wurde er aus der KPD ausgeschlossen und trat der SPD bei. Bis 1923 blieb er Landtagsmitglied. Zwischen 1922 und 1929 war Graf Mitarbeiter des Arbeiterbildungskartells in München. Anschließend war er bis 1933 Schriftsteller und Journalist. Er schrieb unter anderem für die Münchener Post, die in Basel erscheinende Nationalzeitung oder der Vossischen Zeitung in Berlin.

Während der Zeit des Nationalsozialismus war Graf mehrfach in Haft.

Zwischen 1945 und 1946 war er Ministerialreferent und anschließend bis 1948 Ministerialrat im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus zuständig für die Abteilung Volksbildungswesen. Außerdem war Graf 1946 und 1947 Staatskommissar für die Universität München.

Zwischen 1949 und 1953 war Graf Mitglied des deutschen Bundestages.

Personendaten
Graf, Otto
deutscher Politiker (SPD)
8. März 1892
Zamdorf
1. September 1971
München