Heim

Catch-22 – Der böse Trick

Filmdaten
Deutscher Titel: Catch-22 – Der böse Trick
Originaltitel: Catch-22
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1970
Länge (PAL-DVD): 122 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Mike Nichols
Drehbuch: Buck Henry
Produktion: John Calley
Martin Ransohoff
Kamera: David Watkin
Schnitt: Sam O'Steen
Besetzung

Catch-22 – Der böse Trick ist ein US-amerikanischer Film von Mike Nichols aus dem Jahr 1970. Er wird dem Genre Antikriegsfilm/schwarze Komödie zugerechnet und beruht auf dem Roman Catch-22 von Joseph Heller.

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Der Film schildert die Begebenheiten um den Bombenschützen Joe Yossarián während seiner Zeit auf dem USAAF-Stützpunkt auf Pianosa im Zweiten Weltkrieg. Die Umstände werden als grotesk und menschenfeindlich geschildert, Yossarián versucht zu entkommen, was ihm aufgrund der absurden Argumentationskette „Catch-22“ nicht gelingen kann. Schlussendlich schafft er die Flucht, indem er wahnsinnig wird.

Vom Buch zum Film

Lange Zeit galt das Buch als unverfilmbar, was unter anderem daran liegt, dass das Buch in Kapitel aufgeteilt ist, die nur kurze Anekdoten oder Schilderungen einer konkreten Person darstellen, und dadurch zugleich als Sozialstudie die Haupthandlung illustrieren. Henry griff bei der Entstehung des Drehbuchs einzelne Anekdoten und Begebenheiten heraus, um die einzelnen Personen zu skizzieren, die restliche Charakterarbeit wurde den Schauspielern überlassen. Gerade diese Zerfahrenheit trägt viel zur Stimmung des Films bei.

Die Handlung

Die Geschichte wird dabei in den Rahmen eines Attentats gefügt.

Man sieht eine Bomberstaffel den Start vorbereiten: Motoren werden angelassen, Flugzeuge (B-25) rollen über ein Flugfeld. Vom Motorenlärm aufgeschreckt flattert ein Schwarm Spatzen davon und man gewinnt in der sehr tiefenscharfen Totalen der herumkurvenden Bomber ein Gefühl für die Größe der Maschinen. Vor einem total zerbombten zweigeschossigen Haus wartet eine Maschine. Im Obergeschoss stehen drei Männer, ein athletischer junger, ein älterer mit Fliegerschiffchen und schwarzen Handschuhen (oder ist es eine Hand-Prothese?) und ein alter, dicker Mann mit schwerer Lederjacke. Sie reden, man versteht kein Wort wegen der startenden Flugzeuge. Plötzlich schütteln sie sich zum Abschied die Hände und der junge Mann geht. Aber statt zum Flugzeug zu gehen, zieht er seine Fliegernadel vom Hemd und wirft sie in den Schmutz. Daraufhin wird er vom Gärtner niedergestochen. Er wird ohnmächtig und der Bomber startet. Man sieht den Schatten des Flügels über ihn hinwegstreichen. Er hört noch den Ruf „Helft ihm!“ und die Szene blendet über. Der junge Mann liegt auf einer Trage in einem SanKW, eine weitere Blende befördert ihn in die Nase eines Bombers. „Hilf ihm!“ hört er, „Hilf dem Bombenschützen!“. „Aber das bin ja ich! Ich bin der Bombenschütze“ - „Dann hilf ihm!“ - „Mir geht es gut.“ Er scheint etwas zu begreifen und kriecht unter der Pilotenkanzel in den Bauch des Flugzeugs. Man hatte nicht korrekt verstanden. Der Bordschütze war gemeint. Schnitt zurück in den Krankenwagen, die Sanitäter stellen den Namen des Verletzten fest: Es ist Captain Yossarián. Im Delirium ruft er „Snowden“ (offensichtlich in seinem Delirium gefangen, der Name des Bordschützen). Die Sanitäter schauen sich an und konstatieren: Snowden ist tot.

Nach diesem Prolog folgt der Plot dem Prinzip des Buches: Einzelne Passagen, die keine formelle Unterteilung haben, beschäftigen sich mit den Protagonisten. Zum Beispiel wird dem Kaplan ein Kapitel gewidmet, das dem Zuschauer mehr Informationen über den Bruchpiloten Orr und den Standortkommandanten Cathcart vermittelt. Der Kaplan möchte mit dem neu ernannten Major Major sprechen (den man in einer der vorherigen Episoden kennen gelernt hat) und dieser lässt sich von seinem GeZi-Feldwebel verleugnen und verschwindet Monty Python-esk durchs Fenster, mit einem falschen Bart auf den Oberlippen (der ihn John Cleese sehr ähnlich macht; diese Passage besitzt im Übrigen große Ähnlichkeiten zu vielen Flying Circus-Gags rund um absurde militärische Logik). Auf ähnliche Weise wird der Zuschauer quer durch den Film immer wieder weitergereicht oder irgendwo abgestreift. Die Zahl der „harten Schnitte“ ist insgesamt sehr gering.

Im Verlauf der nächsten 90 Minuten erfährt man, warum die Staffel Probleme hat: Man hat in sieben Angriffen nicht geschafft, die Brücke von Ferrara zu zerstören, die der Wehrmacht als Nachschubweg dient und von daher für einen taktischen Bombenangriff bedeutsam wäre. Statt dessen hat man befohlen, Ferrara einem strategischen Bombardement zu unterziehen und offensichtlich schafft es der Ort immer wieder, die Staffel auszutricksen. Während dieser Zeit muss der Zwischenfall mit Snowden passiert sein: In wiederkehrenden Flashbacks erfährt man, warum Yossarián sich schließlich weigert, zu fliegen. Um einem Standgericht zu entgehen, beschließt er, verrückt zu werden. Er will seine Uniform nicht tragen und - als er zum Führungsbomberschützen wird - gibt er zu früh das Kommando, die Bomben abzuwerfen: 500 Meter vor Ferrara, ins Meer. Aufgrund ihres mehrfachen Versagens hat die Staffel nun 55 Kampfeinsätze geflogen, üblicherweise werden Bomberbesatzungen nach 25 Einsätzen abgelöst. Dies führt zu einer völlig absurden Ordensverleihung durch General Dreedle, an der Yossarián nackt teinimmt. Der bauernschlaue GeZi-Sergant von Major Major paukt ihn dabei raus, indem er erklärt, dass Captain Yossariáns gesamte Uniform in der Wäsche sei, da sie nach dem Zwischenfall mit Schütze Snowden blutverschmiert war. So entgeht er dem Eklat und General Dreedle sieht keinen Grund, disziplinarisch tätig zu werden.

General Dreedle: „So etwas Blödes ist mir noch nie untergekommen.“

Yossarián: „Blöde ist noch geschmeichelt.“

Colonel Cathcart: „Ich bin ganz Ihrer Meinung, Sir. Sie können sich sicher sein, dass dieser Mann aufs härteste bestraft wird.“

G. D.: „Ach wissen Sie, mir ist das alles sowas von egal, wenn er seine Orden nackt in Empfang nehmen möchte…“

C. C.: „Oh, da sprechen Sie mir aus der Seele, Sir.“

Und so kommt es, dass der Affront zur Farce wird und nichts passiert. Während dieser Episoden erfährt man einiges über den Grund der Verlängerung der Einsätze: Der Krieg neigt sich dem Ende zu, und es ist einigen Protagonisten gelungen, von Krieg sehr gut zu leben.

Die Sicherheitsmaßnahmen schlagen fehl, das Problem ist nicht mehr in den Griff zu kriegen:

Aber auch um Yossarián versagen alle, sind entweder so verrückt, dass sie die Absurdität der Situationen nicht erkennen, oder tot:

Einzig Yossarian ist zum Schluss noch von seinem Wing übrig, und der spielt verrückt, um flugbefreit zu werden.

Kurz vor Schluss erfährt man jedoch, was wirklich passierte, als Snowden starb: Yossarián suchte seinen Fallschirm und fand eine Aktie von Milo, da wurde er gerufen, Snowden zu helfen, den er sterbend am Boden des Rumpfes vorfand (die im Wind flatternde Hand dient bei allen Schnitten dem Zuschauer als Orientierungsmöglichkeit). Er deckt ihn mit seiner Pilotenjacke zu und fängt an, die Schrapnellwunde am Bein zu versorgen, als er merkt, dass Snowden einen Blutungsschock bekommt. Er möchte ihm Morphium geben, doch eine weitere Aktie im Verbandkasten gibt ihm zu verstehen, dass das Syndikat die Morphium-Injektoren besitzt. Er findet noch einen Fallschirm beim Notausstieg und deckt Snowden damit zu, wobei er die Schwimmweste entfernen möchte. Dabei zieht er Snowdens Bauchdecke auf und dessen Innereien quellen hervor. Das war dann zu viel für ihn. Er macht Ernst mit seinem Plan, wegen Verrücktheit suspendiert zu werden. Doch bevor er heimwärts fahren kann, wird er (Eingangsszene) von einem Unerkannten niedergestochen und ins Lazarett gebracht. Es ist Cathcart doch noch gelungen, ihn festzusetzen, die Staffel ist weiter im Dienst (wenn auch krank zu Bett) und Milos Syndikat funktioniert ungebremst weiter. In einer ganz in weiß getauchten Szene besucht ihn der Kaplan noch einmal und teilt ihm mit, dass Orr in Schweden Asyl beantragt hat. Er sei mit dem Schlauchboot dort hin gepaddelt. Hier begreift man, dass Yossarián es geschafft hat: er ist wahnsinnig geworden. Er springt aus dem Fenster und rennt zu einer ausgeschlachteten Maschine, holt sich das Schlauchboot und springt in die See.

Catch-22

Der Catch-22 legitimiert hierbei immer wieder sämtliche Maßnahmen, die den Dienst der Besatzungen auf Pianosa verlängern: Diesem Paragraphen zufolge kann ein Pilot nur für verrückt gelten, wenn er es selbst beantragt. Unabhängig vom Zustand des Piloten ist der Wunsch nicht mehr zu fliegen aber ein Beweis dafür, dass er noch normal ist. Catch-22 bedeutet nämlich umgangssprachlich „Zwickmühle“: Ein Stein (der catch) springt zwischen 2x2 anderen Steinen hin und her und schlägt jedes Mal einen Stein des Gegners. Dagegen gibt es kein Mittel, das Spiel ist zwar verloren, muss aber aus Gründen der Sportlichkeit zu Ende gespielt werden. Eine weitere Logik ist die egozentrierte von Yossarián: Alle schießen auf mich – aber sie schießen auf alle. Dann wäre ich ja der einzige Verrückte, nicht anzunehmen, dass alle auf mich schießen.

Personen

Über die Herkunft der einzelnen Personen erfährt man im Film recht wenig, das Buch jedoch zeichnet im einzelnen sogar sehr detaillierte Biographien (siehe hierzu Catch-22 von Joseph Heller, englische Wikipedia). Viele Personen des Buches (z. B. der Formaldienst-Fetischist General Scheißkopp) kommen im Film nicht vor. Zu jeder Hauptfigur gehört (in der Tradition des Buches) eine besondere Sorte Prostituierte und eine spezielle sexuelle Vorliebe.

John Yossarián

Bezeichnenderweise würde man ihn (was im Buch aber nicht im Film geschieht) JoYo abkürzen - eine gute Metapher für seine zwecklosen Versuche, dem Krieg zu entkommen. Da man das O im Namen im amerikanischen „Yassariaan“ spricht, liegt hier eine Verwandtschaft mit assyrischer oder armenischer Herkunft nahe, es wäre interessant, die Gespräche mit dem Patrone (des Bordells) vor diesem Hintergrund zu durchleuchten. Er ist Bombenschütze und fliegt die meiste Zeit mit Nateley, früher auch mit Hungry-Joe (Hungry-Joe ist jedoch später zum Transportflieger abkommandiert). Der Flugnavigator Capt. Aarfy Aardvaark trägt massiv zu seinem Glauben bei, „Sie schießen auf mich“, indem er ihre Route immer über Flakgürtel hinweg lenkt. In Panik schafft er es in sieben Anläufen nicht, die Brücke von Ferrara zu treffen, als das Bombcommand eine Teppichbombardierung von Ferrara plant (die an und für sich absoluter Overkill ist), klinkt er die Bomben in Panik zu früh aus und wird zum „größten Fischmörder der Geschichte“. Diese Paranoia, kombiniert mit einer Argumentationsweise, die dem Catch-22 nicht unähnlich ist, zeichnen ihn aus. Er ist nebenbei aber auch ehrlich und charmant. Kurz vor Schluss des Films versucht er Cathcart zu erschießen, was von Nateley vereitelt wird. Als Yossarián schließlich seine Colt Government auf Cathcart abfeuert, ist keine Patrone mehr im Magazin.

Nateley

Nateley ist Yossariáns Pilot, nachdem der Staffelführer (vier Maschinen und Ersatzmannschaften) Major Duluth abgestürzt ist. Nateley führt Yossariáns Abwehrbewegungen peinlichst genau aus, auch wenn dieser ihn dabei wüst beschimpft. Trotz Aardvarks desaströser Routenplanung (über Flak-Gürtel) sind sie somit ein gutes Gespann. Nateley verhindert zum Schluss, dass Yossarián nach Orrs Verschwinden Colonel Cathcart erschießt. Dabei wird er von Yossarián KO geschlagen und verbrennt im Bombenangriff auf den Flugplatz.

Aarfy

Der Navigator Capt. Aarfy Aardvaark (engl. „Erdferkel“, verkörpert durch Charles Grodin) ist ein Intellektueller aus New England, im Buch ist die zweite Frage, die er anderen Offizieren stellt, auf welcher High-School sie in welcher Verbindung waren. Er raucht Pfeife (eine „Billard“), trägt auch im Kampfeinsatz seine Ausgehuniform (mit Rollkragenpullover) und sieht offenkundig den ganzen Krieg als ein „faszinierendes Abenteuer“. Keinen Gedanken verschwendet er an seinen möglichen Tod. Sogar als Y. ihn fragt, ob er - in Ermangelung eines Fallschirms - vielleicht sein Taschentuch nehmen soll, antwortet er: „Ja, das ist wahrer Kampfgeist. Humor im Angesicht der Gefahr. Das hat Amerika groß gemacht“. Unglücklicherweise ist er Yossariáns Navigator… Seine Art, die Dinge locker zu sehen, trägt zu Yossariáns Panik massiv bei. Er scheint nichts wirklich ernst zu nehmen, doch im letzten Kapitel des Films deckt Yossarián auf, dass Aarfy ein psychopathischer Vergewaltiger ist. Von Yoss' „Freunden“ ist er der einzige, der nicht im Laufe der Handlung MIA wird.

Mc Watt

Eher ein ruhiger Mensch, wenig Phantasie, aber dafür eine realitätsnahe Sicht der Begebenheiten.

Orr

Verkörpert (durch Bob Balaban) den ewigen Bruchpiloten, dafür aber mit einem untrüglichen Überlebenssinn ausgestattet. Er fliegt die Schlussmaschine (größtes Risiko, von Abfangjägern getroffen zu werden) aber es ist ihm egal. 5x wird er abgeschossen und 5x wird er gerettet. Nicht nur, dass er auch komplett verrückt geworden zu sein scheint, hat er Routine im Überlebenskampf. Seine sexuellen Vorlieben sind den anderen Piloten ein Rätsel: Zwar hat er eine Stamm-Prostituierte, aber er bezahlt ihr einen besonderen Bonus, damit sie ihn beim Sex rhythmisch mit einem hochhackigen Schuh auf den Kopf schlägt. Dazu kichert er. Schließlich bleibt er nach der sechsten Notlandung verschollen, der Kaplan teilt Y. später mit, Orr hätte in Schweden Asyl beantragt und habe immer die perfekte Notwasserung geprobt. Das ist natürlich absoluter Unfug (selbst mit den Maßstäben des Films) und kann als Hinweis genommen werden, dass Y. zum Schluss wahnsinnig geworden ist. Der hohe Verschleiß von Flugzeugen ist für Cathcart ein weiterer Grund, die Zahl der Einsätze zu erhöhen. Sein Name ist ein Wortwitz: Orr könnte „or“ (engl. „oder“) bedeuten. Während Yoss' sich vor die Wahl gestellt sieht: „Entkomme oder stirb“, steht der verschlossene Orr für die dritte Möglichkeit, „das Oder“. Spricht man Orr amerikanisch als „oar“ aus, so bedeutet es „Paddel“.

Cathcart

Ist der Geschwaderkommandant. Er träumt von einem Artikel über ihn im Republic. Ihn kümmern nur korrekte Bombenmuster auf den Luftaufnahmen, er macht sich weder Sorgen um die Moral, noch um die Disziplin, seine „Rechte Hand“ Colonel Korn trägt immer schwarze Gummihandschuhe, was seine Hände wie Prothesen aussehen lässt. Gegenüber General Dreedle ist Cathcart devot und hündisch.

Dreedle

General der Truppen „westliches Mittelmeer“. Er kümmert sich nur um erfüllte Aufträge, das Qualitätskriterium sind fotogene Bombenteppiche. Er hat kein Problem, Soldaten mit einem Orden für den 55. Feindflug zu belobigen, wenn sie wegen der ins Meer gefallenen Bomben vor ein Kriegsgericht gehörten, wegen der schlechten Publizität solcher Vorgänge.

Appleby

Appleby ist einer der Piloten. Im Buch erfährt man, dass er aus Iowa stammt. Er vertritt die moralisch durchgeformten, amerikanisch denkenden Bible Belt-Bewohner. Er ist angetreten um „den Krieg zu gewinnen“ und nervt damit Yossarián und Orr. Orr behauptet, dass er Fliegen in den Augen hätte und verunsichert ihn damit ungemein („to fly“ im Englischen ebenso doppeldeutig). Appleby versucht Yossarián beim neuen Staffelkommandanten Major Major anzuschwärzen, dass dieser seine Malariamedizin nicht nimmt, aber scheitert immer im Vorzimmer.

Major Major

Der Gefreite Major wird aufgrund eines Datenverarbeitungsfehlers und seines Namens zum Captain befördert und so ohne Flugausbildung direkt auf einen Luftwaffenstützpunkt verlegt. Mit Unterstützung seines bauernschlauen GeZi-Feldwebels gelingt es ihm gerade mal die Wäschekammer des Standorts zu leiten. Als Major Duluth abgeschossen wird, befördert ihn Cathcart wider Willen zum Major und Staffel-Stabsoffizier. Er kann weder fliegen, noch hat er Ahnung von Benehmen und Führung. Daher kann er für die Staffel auch keine Partei ergreifen, als die Einsätze schließlich auf 80 erhöht werden. Im Buch erfährt man, dass er sogar mit Vornamen Major heißt, also: Major Major Major.

Sergeant Towser

Der Schriftführer der Wäschekammer, schließlich nach der Beförderung von Major zum Major der Organisator der gesamten Staffel. Fähig, klug, aber ungebildet. Er paukt Yossarián heraus, als dieser nackt vor General Dreedle steht, da er weiß, dass Wäsche und Unterwäsche Yossariáns noch in der Reinigung sind.


Kritiken

„Unbequemer Antikriegsfilm, der das herrschende Chaos in seiner Erzählstruktur reflektiert. Trotz ihrer grotesken Gags und der Neigung zum Nonsens liefert die Bestseller-Verfilmung einen diskutablen Beitrag zum Thema.“

Lexikon des internationalen Films

„Die Reaktionen nach der Uraufführung waren gemischt, und bis heute [1995] sind die Kritiker sich nicht einig, ob es sich bei Catch 22 um einen großartigen Antikriegsfilm oder um die stümperhafte Bearbeitung einer brillanten Vorlage handelt. Die New York Times zumindest schrieb: ‚Der bewegendste, intelligenteste, menschlichste – es ist der beste amerikanische Film dieses Jahres.‘ Und Time ergänzte: ‚Catch 22 ist hart wie ein Diamant, fühlt sich kalt an und ist brillant fürs Auge!‘.“

(al) Arne Laser: Das große Film-Lexikon : alle Top-Filme von A - Z, S. 468, Band I

Ähnlichkeiten

Literatur