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Berührungsspannung

Als Berührungsspannung wird eine elektrische Spannung bezeichnet, die ein Körper durch Berührungen überbrückt. Sie bewirkt, dass elektrischer Strom durch den Körper fließt. Ist dieser Körper ein Lebewesen, kann die Berührungsspannung einen lebengefährlichen elektrischen Schlag verursachen.

Weil bei einer Wechselspannung im Gegensatz zu einer Gleichspannung das zusätzliche Risiko tödlichen Herzkammerflimmerns besteht, ist bei ihr eine niedrigere Berührungsspannung bereits lebensgefährlich. Bei der Frequenz des Stromnetzes von 50 Hz kann Herzkammerflimmern ab einer Stromstärke von 0,01 A auftreten.

Bei gesunden erwachsenen Menschen geht man ab einer Berührungsspannung von 50 V Wechselspannung oder 120 V Gleichspannung von einer lebensbedrohlichen Situation aus. Bei Nutztieren geht man davon ab einer Berührungsspannung von 25 V Wechselspannung oder 60 V Gleichspannung aus.

Bei elektrischen Anlagen und Geräten unterscheidet man:

Das Berühren aktiver Teile, die im normalen Betrieb unter Spannung stehen
Das Berühren von Teilen, die durch Fehler unter Spannung stehen (z.B. wenn ein Außenleiter mit dem Gehäuse verbunden ist)

Siehe auch