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Burg Přimda

Die Burg Přimda (deutsch Burg Pfraumberg) befindet sich bei der Stadt Pfraumberg in Westböhmen. Sie soll nach der Prager Burg die zweitälteste Steinburg in Böhmen sein.

Die Gründung wird durch den Historiker Cosmas von Prag in das Jahr 1112 datiert. Damals sollen Deutsche unweit von Weißensulz eine unbenannte Burg gegründet haben. Der Bauherr war wahrscheinlich Diepold II. von Vohburg. Die Burg wurde dann vom böhmischen Fürst Vladislav I. erobert und besetzt.

Die erste schriftliche Nachricht stammt aus dem Jahr 1126. In den Jahren 1148-1150 und 1161-1173 wurde hier Sobeslav II., Nachkomme des Fürsten Premysl eingekerkert. Im Jahre 1247 kam in dieses Verlies nach einem gescheiterten Umsturzversuch auch der spätere böhmische König Premysl Ottokar II.

Zur Zeit der Herrschaft der Luxemburger kam es zu den ersten Verpfändungen der Burg. Unter Pfandeigentümer Boresch von Riesenburg wurde die Burg in eine Räuber-Herberge umgewandelt.

Von 1429 bis 1592 gehörte die Burg dem Geschlecht der Herren von Schwanberg. Zur Zeit dieser Herrscher verlor die Burg langsam ihre Bedeutung. Zum Ende des 16. Jahrhunderts wurde das ganze Gut der Burg Pfraumberg ausverkauft und die Burg zu einer Ruine.

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Koordinaten: 49° 40′ 48" n. Br., 12° 40′ 1" ö. L.