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Indischgelb

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Indischgelb

Indischgelb ist ein Farbton. Der Farbton steht für ein dunkles, tiefes, rötliches Gelb[1]. Es ist rötlicher als das natürliche Siena, aber viel farbtiefer, dick aufgetragen wirkt es bräunlich. Der Farbton steht zwischen Butterblumengelb und Safrangelb.

Ursprünglich wurde der Farbstoff aus dem Harn indischer Kühe gewonnen, die mit Mangobaumblättern gefüttert wurden, aber kaum trinken durften; aufgrund pathologischer Stoffwechselprozesse und Nährstoffmangel[2] schieden die Tiere intensiv gefärbten Urin aus. In den Handel gelangte das Indischgelb aus Ostindien dann in Form großer Kugeln, den sogenannten Piuri (bengali: পিউরি).

Das echte Indischgelb ist ein Magnesium- und Calciumsalz der Euxanthinsäure; es handelt sich also um einen tierischen Farbstoff, der zu Malzwecken zu einem Pigment verlackt wird.

Dieser Farbstoff tauchte Mitte des 19. Jahrhunderts auf, seine Herstellung war in Indien bereits seit dem 15. Jahrhundert bekannt[3]. Er wird jedoch aufgrund von Tierschutzmaßnahmen seit 1921 kaum noch gehandelt [4]. Als Ersatz werden heute Kobaltgelb und Indanthrengelb® der BASF verwendet. Eine natürliche Quelle für einen Farbstoff entsprechender Nuance ist die Luteolin enthaltende Färberpflanze Wau (Reseda luteola).

Das echte Indischgelb wurde historisch primär als Aquarellfarbe verwendet; es fand aber auch in der Ölmalerei Anwendung als Lasurfarbe.

Quellen

  1. RGB (247, 182, 0) – Farbmuster nach Farbton 220 Indischgelb, H. Schmincke & Co. GmbH & Co. KG (11. Mai 2006). Der Originalton ist aufgrund der hohen Farbsättigung im Monitor-Gamut nicht darstellbar.
  2. Winsor&Newton Newsletter 2/2001
  3. Farbmischung (.doc-Datei)
  4. Wehlte verweist darauf, dass sich in der Sammlung im Institut für Technologie der Malerei in Stuttgart Originalproben von Piuri und Pigment befinden.

Literatur

Die in Wikipedia-Artikeln verwendeten Farben werden auf jedem Monitor anders dargestellt und sind nicht farbverbindlich. Eine Möglichkeit, die Darstellung mit rein visuellen Mitteln näherungsweise zu kalibrieren, bietet das nebenstehende Testbild: Tritt auf einer oder mehreren der drei grauen Flächen ein Buchstabe (R für Rot, G für Grün oder B für Blau) stark hervor, sollte die Gammakorrektur des korrespondierenden Monitor-Farbkanals korrigiert werden. Das Bild ist auf einen Gammawert von 2,2 eingestellt – den gebräuchlichen Wert für IBM-kompatible PCs. Apple-Macintosh-Rechner hingegen verwenden standardmäßig einen Gammawert von 1,8.