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Cunoniaceae

Cunoniaceae

Blütentrauben von Weinmannia tinctoria

Systematik
Überabteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Abteilung: Bedecktsamer (Magnoliophyta)
Klasse: Dreifurchenpollen-
Zweikeimblättrige
(Rosopsida)
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Sauerkleeartige (Oxalidales)
Familie: Cunoniaceae
Wissenschaftlicher Name
Cunoniaceae
R.Br.

Die Cunoniaceae (selten Cunoniagewächse genannt) sind eine Familie in der Ordnung der Sauerkleeartigen (Oxalidales) innerhalb der Bedecktsamigen Pflanzen (Magnoliophyta).

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Sie sind beheimatet in Australien, Neukaledonien, Neuguinea, Neuseeland, Südamerika, auf den Maskarenen und im südlichen Afrika (Capensis). Sie haben also eine Verbreitung, die dem Urkontinent Gondwana entspricht. Mehrere Gattungen haben ein stark disjunktes Areal auf verschiedenen Kontinenten, beispielsweise Cunonia in Südafrika und Neukaledonien oder Caldcluvia und die Scheinulmen (Eucryphia) sowohl in Australien wie im südlichen Südamerika. Das Areal von Caldcluvia reicht weiter nach Norden bis Ecuador und die Philippinen. Geissois hat Areale auf Fidschi im Pazifischen Ozean. Die Hauptverbreitung liegt in tropischen Gebieten zwischen 13 Grad nördlicher Breite und 35 Grad südlicher Breite.

Beschreibung

Es sind verholzende Pflanzen: Sträucher, Bäume oder oft Lianen; viele Arten sind immergrün. Die gestielten, ledrigen Laubblätter sind wechselständig oder meist spiralig (wirtelig) angeordnet, selten gegenständig. Die Blätter sind einfach oder zusammengesetzt. Nebenblätter (Stipeln) sind immer vorhanden. Bei wirteliger Blattstellung sind die Stipeln benachbarter Blätter zu einem einheitlichen Gebilde verwachsen und die Blätter weisen einen deutlichen Blattstiel auf, in diesem Fall verwendet man den Begriff Interpetiolarstipeln.

Die Blüten stehen einzeln oder ganz unterschiedliche Typen von Blütenständen: Zymen, Rispen oder Köpfen. Die meist radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig oder selten eingeschlechtig. Die Blütenhüllblätter können in Kelch- und Kronblätter gegliedert sein oder es sind nur kronblattähnliche Kelchblätter vorhanden. Es sind (drei bis) fünf (bis 10), oder (sechs bis) zehn (bis zwanzig) Kelchblätter vorhanden (frei oder verwachsen). Wenn Kronblätter vorhanden sind dann sind es (drei bis) vier oder fünf (bis zehn) (frei oder verwachsen). Es sind ein oder zwei Staubblattkreise vorhanden mit jeweils vier oder fünf freien Staubblättern, selten sind es auch 11 bis 40 Staubblätter. Meist zwei, selten drei bis fünf, Fruchtblätter sind zu einem meist oberständigen Fruchtknoten verwachsen (synkarp), selten sind die Fruchtblätter frei (apokarp), selten ist der Fruchtknoten auch teilweise unterständig. Je Blüte sind zwei, oder drei bis fünf, freie Griffel vorhanden, entsprechend der Anzahl der Fruchtblätter.

Bei den Arten mit apokarpen Fruchtblättern werden Balgfrüchte gebildet. Bei den anderen Arten sind die Früchte meist (holzige) Kapselfrüchte, manchmal Steinfrüchte oder selten Nussfrüchte. Die kleinen Samen sind geflügelt oder ungeflügelt; sie haben ein öliges Endosperm.

Nutzung

Von einigen Arten werden die Früchte roh gegessen. Das Holz einiger Arten wird genutzt.[1]

Systematik

In der Familie der Cunoniaceae gibt es (16 bis) 27 Gattungen mit etwa 280 bis 350 Arten:

  • Ackama
  • Acrophyllum
  • Acsmithia
  • Aistopetalum
  • Anodopetalum
  • Bauera
  • Caldcluvia
  • Callicoma
  • Calycomis
  • Ceratopetalum
  • Codia
  • Löffelbäume (Cunonia): Mit großen löffelförmigen Nebenblättern, daher der Name.
  • Davidsonia
  • Scheinulmen (Eucryphia)
  • Geissois
  • Gillbeea
  • Gumillea
  • Hooglandia

Die Arten der früheren Familien Baueraceae, Davidsoniaceae und Eucryphiaceae sind jetzt in Cunoniaceae enthalten.

Bilder

Kap-Löffelbaum (Cunonia capensis):

Weinmannia tinctoria:

Eucryphia glutinosa:

Weitere Arten:

 Commons: Cunoniaceae – Bilder, Videos und Audiodateien
  1. *Arten bei Plants of the Future. (engl.)