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Gailtalbahn

Arnoldstein−Kötschach-Mauthen
Streckennummer: 670
Streckenlänge: 62,1 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Legende
Kronprinz-Rudolf-Bahn
0,0 Arnoldstein 567 m ü. A.
Abzweig von der Rudolfsbahn
1,5 Anschlussgleis (Firma Euro Nova Industriepark)
1,6 Anschlussgleis (Firma Euro Nova Industriepark)
Straßenbrücke A2 Süd Autobahn
2,7 Anschlussgleis (Firma Asphalt & Beton GmbH NFG OHG)
Gail
8,9 Nötsch 559 m ü. A.
12,4 Emmersdorf bis 19xx
13,2 Emmersdorf 563 m ü. A.
16,5 Sankt Stefan im Gailtal-Vorderberg 561 m ü. A.
22,2 Görtschach-Förolach 570 m ü. A.
25,5 Pressegger See 572 m ü. A.
27,9 Vellach-Khünburg 590 m ü. A.
30,7 Hermagor Zugleitbahnhof 590 m ü. A.
33,3 ehem. Anschlussgleis (Firma Jenul GmbH)
34,5 Postran 583 m ü. A.
36,6 Watschig 591 m ü. A.
38,3 Tröpolach 595 m ü. A.
40,8 Rattendorf-Jenig 602 m ü. A.
42,7 Waidegg 605 m ü. A.
46,7 Kirchbach im Gailtal 622 m ü. A.
49,0 Reisach 626 m ü. A.
51,9 Gundersheim 637 m ü. A.
55,1 Dellach im Gailtal 655 m ü. A.
57,3 Sankt Daniel 666 m ü. A.
61,7 Kötschach-Mauthen 710 m ü. A.
62,1 Streckenende

Die Gailtalbahn ist eine eingleisige Eisenbahnlinie der ÖBB, die in Arnoldstein von der Südbahn abzweigt und sich durch das Gailtal über Hermagor bis Kötschach-Mauthen zieht, wo sie ihren Endpunkt hat.

Geschichte

Errichtet wurde die Gailtalbahn auf Initiative des Arnoldsteiner Fabrikanten Felix von Mottony. Die Erteilung der Konzession erfolgte am 11. Juni 1893. Der erste Teilabschnitt von Arnoldstein bis Hermagor wurde am 11. August 1894 eröffnet. Am Eröffnungstag ließen sich 310 Personen die Fahrt mit dem ersten Zug nicht entgehen.

Nachdem die Gailtalbahn in der Zeit des Ersten Weltkriegs für den Nachschub eine wichtige Rolle spielte, wurde sie erst in dieser Zeit verlängert. Am 13. Dezember 1915 nahm die − vorwiegend von Kriegsgefangenen gebaute − k.u.k. Heeresbahn Hermagor - Kötschach-Mauthen den Betrieb auf. Nach die Heeresbahn durch Kriegseinwirkung zwischenzeitlich unbefahrbar wurde, wurde nach Kriegsende dieser Abschnitt in eine reguläre Bahnstrecke umgebaut. Die Eröffnung des Güterverkehrs bis Dellach und des Personenverkehrs bis Kötschach-Mauthen erfolgte am 1. Februar 1918. Erst ab 1. Juni 1918 wurde die gesamte Strecke bis Kötschach-Mauthen für den Gesamtverkehr freigegeben.

Bei der Errichtung traten keine nennenswerten Probleme auf. Das größte Bauwerk der Gailtalbahn ist die 60 m lange Brücke über die Gail.

Im Jahr 1894 wurden für den Bau der Gailtalbahn 2.500 Stück Stammaktien zu 100 Gulden 1.500 Stück Prioritätsaktien zu 100 Gulden aufgelegt. Das Land Kärnten übernahm 1.000 Stück dieser Aktien. Darüber hinaus wurden 3.500 Stück Prioritätsanleihen zu 100 Gulden und 1.000 Stück zu 1.000 Gulden mit 4 prozentiger Verzinsung aufgelegt. Das Gesamtkapital betrug demnach 800.000 Gulden. Nach der Währungsreform von 1925 wurde 1926 das Nominale auf fünf Schilling umgewertet.

1993 wurde die Gailtalbahn von den ÖBB mit einem Zugleitbetrieb ausgestattet. Zugleitbahnhof ist der Bahnhof Hermagor, von wo aus der Zugbetrieb auf der gesamten Strecke gesteuert wird.

Anlässlich des 100-jährigen Bestandes wurde von der Österreichischen Post am 17. Juni 1994 eine von Hannes Margreiter und Gerhart Schmirl gestaltete Sonderbriefmarke im Nominale von 5,50 öst. Schilling (ca. 0,40 Euro) aufgelegt ([1]).

Seit dem 26. Juli 2007 kommen auf der Gailtalbahn Fahrzeuge der Baureihe 5022 zum Einsatz.