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Salzstock

Als Salzstock, Salzdiapir oder auch Salzdom bezeichnet man eine umfangreiche Ansammlung von Steinsalz im geologischen Untergrund, die meist (umgekehrt-) tropfen- oder pilzförmige Gestalt hat. Weniger steil umgrenzte Salzansammlungen werden Salzkissen genannt. Ein Salzstock kann mehrere tausend Meter mächtig sein und aus großer Tiefe bis in die Nähe der Erdoberfläche oder gar direkt bis an die Erdoberfläche reichen.

Entstehung

Die Entstehung von Salzstöcken lässt sich am Beispiel des Zechsteinmeeres in Mitteleuropa folgendermaßen beschreiben:

Das hier am Beispiel der Zechsteinsalze beschriebene Beispiel lässt sich auf die Entstehung der meisten Salzstöcke (geologisch älterer und jüngerer) verallgemeinern.

Verbreitung

Salzstöcke sind ein weltweit verbreitetes Phänomen, das auftritt, sobald die Mächtigkeit der Salze und die der überlagernden Sedimente ausreichend groß ist, um Salzbewegungen zu ermöglichen. In Mitteleuropa sind sie vor allem im norddeutschen und polnischen Tiefland sehr häufig zu finden. Bekannt sind sie vor allem dann, wenn der Top des Salzstockes nahe an die Erdoberfläche reicht oder sogar ohne jede Überdeckung ansteht. Die leicht löslichen Salze (Halit) sind dann in den oberen Bereichen gelöst worden, so dass nur noch Gips zu finden ist. Beispiele sind: