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Langstreckennavigation

Die Artikel Langstreckennavigation und Navigation überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Bitte äußere dich in der Diskussion über diese Überschneidungen, bevor du diesen Baustein entfernst. Osaka-Jo, Osaka, Japan 14:32, 27. Apr. 2007 (CEST)

Als Langstreckennavigation (englisch: Long-Range Navigation - LRN) bezeichnet man in der Nautik und in der Luftfahrt (Langstreckenflug) die auf Strecken über einige 100 km notwendigen Verfahren der Ortsbestimmung und der Fahrzeug-Steuerung.

Die Basis jeder Navigation ist das Koppeln – die Berechnung oder Schätzung des zurückgelegten Weges mittels Kurs und Geschwindigkeit. Je länger die Strecke oder je komplizierter der Wegverlauf, desto mehr muss diese (beim Fußgänger oder Autofahrer meist unbewusste) Navigation durch Positionsmessungen unterwegs ergänzt werden. Denn selbst mit guten Kompassen etc. ist die Koppel-Genauigkeit auf bestenfalls 1-3 Prozent des zurückgelegten Weges beschränkt, kann aber durch Seitenwind und Meeresströmungen auch um 10 Prozent vom vermuteten ("gegissten") Kurs abweichen.

Bedarf und Methoden

Die Methoden der Langstreckennavigation sind immer dann erforderlich, wenn die terrestrische Navigation (im weiteren Sichtbereich einer Küste oder von Inseln) nicht mehr ausreicht und das Ziel genauer als etwa 50 km angesteuert werden muss. Hier sei jedoch ein Ausspruch eines alten Mittelmeer-Skippers zitiert, der auf die erstaunte Frage eines Fahrgastes, wie er denn ohne Sextant oder Funkempfänger navigiere, antwortete: Ganz einfach. Ich fahre den Rauchfahnen der Dampfer nach Alexandria nach!

Neben der nicht unbedeutenden Intuition und Erfahrung sind die wichtigsten "technischen" Methoden der Langstereckennavigation:

  1. Astronavigation mittels Zeit- und Winkelmessungen zur Sonne und zu hellen Gestirnen. Sie ist die klassische Methode, die seit den Entdeckungsfahrten der Polynesier und anderer Seevölker zum Erfahrungsschatz aller Nautiker - und bis heute zur Ausbildung - gehört. Bis etwa 1970 war sie die Basis der Langstreckennavigation auf der gesamten Südhemisphäre, wurde aber auch in nördlichen Ländern für etwa 10-20% aller Ortsbestimmungen herangezogen. Seit den 1970ern wurde sie auch im Süden zunehmend von Funk- und Satellitenverfahren verdrängt (siehe unten), ist aber bis heute für kleine Schiffe und für Notfälle (Stromausfall etc.) notwendig.
  1. Funknavigation: Hier ist vor allem
  2. Satellitennavigation:
  3. Nicht zuletzt sind für spezielle Aufgaben auf Langstrecken noch Sonderverfahren z.B. der Meteorlogischen Navigation, der Magnetik, der Polarnavigation oder der Tiefenmessung (Echolot etc.) zu erwähnen. In der Antike und in den Anfängen der großen "Entdeckungszeit" (14.-16. Jahrhundert) war auch die Methode der Mondparallaxen und Beobachtung natürlicher Phänomene wie Vogelflug, treibende Gräser, Totholz, Tang usw. von Bedeutung. Nützlich für die Wegfindung über den Atlantik oder Pazifik waren auch genähert bekannte Meeresströmungen oder Windsysteme (Passat!)

Literatur